Wo ist letztes Glas?

Hier sitzt der HiPP-Erpresser bald hinter Gittern

Österreich
03.05.2026 10:22

Nach seiner spektakulären Festnahme in Salzburg wird der mutmaßliche HiPP-Erpresser nun in eine Justizanstalt überstellt. Die Staatsanwaltschaft hat Untersuchungshaft beantragt. Die Ermittler versuchen weiter, sein Schweigen zu brechen.

Jetzt muss ein Richter innerhalb von 48 Stunden entscheiden, ob der 39-jährige Österreicher hinter Gitter bleibt. Er wird von Salzburg in die Justizanstalt Eisenstadt gebracht. Der Mann soll über Wochen hinweg Angst und Schrecken verbreitet haben. Mit Rattengift manipulierte Babybrei-Gläser, die er zurück in Supermarktregale stellte – ein perfider Plan, der hunderttausende Eltern in Alarmbereitschaft versetzte.

Der mutmaßliche HiPP-Erpresser sitzt wohl bald länger hinter Gittern.
Der mutmaßliche HiPP-Erpresser sitzt wohl bald länger hinter Gittern.(Bild: Patrick Huber ; APA Österreich Bild TOBIAS STEINMAURER ; KroneKreativ)

Zwei Millionen Euro in Mail gefordert
Parallel dazu forderte er zwei Millionen Euro in Kryptowährung vom deutschen Babynahrungshersteller.

Noch immer schweigt der Verdächtige zu seinen Motiven. Die Ermittler setzen ihn im Dauerverhör unter Druck. Wollte er tatsächlich den Tod von Babys in Kauf nehmen? Viele Fragen sind weiterhin offen. 

Die Infografik zeigt betroffene Länder durch Rattengift in Hipp-Gläsern: Österreich, Tschechien und Slowakei. In Österreich wurde ein Glas in einer Spar-Filiale in Eisenstadt sichergestellt. Der Firmensitz von Hipp liegt in Deutschland. Es gibt Empfehlungen zur Überprüfung der Gläser: weißer Aufkleber mit rotem Kreis am Boden, beschädigter Deckel, fehlender Sicherheitsverschluss und ungewöhnlicher Geruch. Bei Symptomen wie Blutungen oder extremer Schwäche wird geraten, sofort Hilfe zu suchen. Bisher ist die Sorte 'Karotten mit Kartoffeln 190 Gramm' betroffen. Quelle: APA.

Besonders brisant: Noch immer fehlt eines der insgesamt sechs manipulierten Gläser. Fünf konnten sichergestellt werden – doch das sechste ist wie vom Erdboden verschluckt.

Toxikologisches Gutachten steht noch aus
Die Liste der möglichen Straftaten ist lang: vorsätzliche Gemeingefährdung, versuchte schwere Körperverletzung – und möglicherweise sogar Mordversuch. Entscheidend wird ein noch ausstehendes toxikologisches Gutachten sein, das klären soll, wie gefährlich die verwendete Giftmenge tatsächlich war.

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