Schwerer Zwischenfall beim Maibaumaufstellen in Seitenstetten im Bezirk Amstetten (NÖ): Der drei Jahre alte Baum brach in der Mitte auseinander und stürzte zu Boden. Ein 16-jähriger Feuerwehrmann wurde vom Stamm am Kopf getroffen. Er musste ins Krankenhaus geflogen werden.
Es wäre alles angerichtet gewesen: Die Musikkapelle war spielbereit, die Schuhplattler-Gruppe warm getanzt, viele Besucher schon vor Ort: Das traditionelle Maibaum-Aufstellen zählt in Seitenstetten schließlich zu den Höhepunkten im Veranstaltungskalender. Doch am Donnerstag geriet das Feiern blitzschnell zur Nebensache.
„Alles schien nach Plan zu laufen“
Mit vereinter Kraft und gesichert durch ein Feuerwehrfahrzeug begann das Aufstellen des Maibaums. „Alles schien zunächst nach Plan zu verlaufen“, schildert die für Kultur und Fremdenverkehr zuständige geschäftsführende Gemeinderätin Tamara Starzer. Doch als der Baum in etwa zur Hälfte hochgehoben war, brach der Stamm aus noch ungeklärter Ursache in der Mitte auseinander. Er stürzte zu Boden und traf einen 16-jährigen Feuerwehrmann.
Fest wurde abgesagt
Zum Glück war rasch Hilfe vor Ort, die Rettungskette funktionierte hervorragend. Der Schwerverletzte wurde mit dem Notarzthubschrauber ins Krankenhaus geflogen, die Feier daraufhin abgesagt. Der junge Kamerad soll sich aber mittlerweile am Weg der Besserung befinden. Er soll mit einer Gehirnerschütterung und Prellungen den Umständen entsprechend glimpflich davongekommen sein. „Eine Nachricht, die uns allen große Erleichterung bringt“, so Starzer.
„Ein bewegender Moment“
Ganz ohne Maibaum muss Seitenstetten aber nicht auskommen. Die Feuerwehrjugend hat ihren liebevoll gestalteten Kindermaibaum aufgestellt. „Sie wurden dafür mit Applaus belohnt. Es war ein bewegender Moment, der zeigt, wie wichtig Zusammenhalt und Gemeinschaft gerade in schwierigen Situationen sind“, so Starzer.
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