Behörden nicht gewarnt

OpenAI-Chef entschuldigt sich nach Schulmassaker

Ausland
25.04.2026 12:02
Porträt von krone.at
Von krone.at

Zweieinhalb Monate nach den tödlichen Schüssen an einer Schule in Kanada hat sich OpenAI-Chef Sam Altman dafür entschuldigt, dass der ChatGPT-Betreiber nach verdächtigen KI-Chats der späteren Schützin die Sicherheitsbehörden nicht alarmiert hatte.

Die Tat in der abgelegenen Ortschaft Tumbler Ridge in der Provinz British Columbia zählt zu den schwersten Gewalttaten in der jüngeren Geschichte des Landes. Den Ermittlern zufolge tötete die junge Frau am 10. Februar zunächst ihre 39-jährige Mutter und ihren elfjährigen Stiefbruder im gemeinsamen Wohnhaus. An der örtlichen Sekundarschule erschoss Jesse V.R. eine 39-jährige Lehrerin sowie fünf Schüler, bevor sie Suizid beging.

OpenAI-Chef Sam Altman
OpenAI-Chef Sam Altman(Bild: AFP/JOEL SAGET)

Verdächtige hatte psychische Probleme
Laut Polizei war bekannt, dass die Verdächtige psychische Probleme hatte. Nach Angaben der Ermittler war sie bei der Geburt als männlich registriert worden. Die Transition zur Frau habe Jahre vor der Tat begonnen, hieß es kurz nach den tödlichen Schüssen.

Auffällige Aktivitäten bzw. Chatanfragen zu Szenarien mit Waffengewalt führten dazu, dass OpenAI einen ChatGPT-Account der V.R.s sperrte. Das Unternehmen hielt einen Hinweis an die Behörden jedoch nicht für nötig. Nach der Tat entdeckte OpenAI einen weiteren Account der mutmaßlichen Schützin.

KI-Unternehmen will Wege finden, „solche Tragödien“ zu verhindern
Nun hat sich OpenAI-Chef Altman mit einem Brief an die Bewohner der Stadt Tumbler Ridge gewandt. „Das tut mir zutiefst leid“, schrieb Altman. Der 41-jährige US-Amerikaner versicherte, dass sein Konzern Wege finden werde, „solche Tragödien“ in der Zukunft zu verhindern. Das Schreiben wurde von der lokalen Nachrichten-Webseite „Tumbler RidgeLines“ veröffentlicht, OpenAI bestätigte die Echtheit des Dokuments.

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