Angriff in Kanada
Schützin tötete an High School neun Menschen
Zehn Menschen – darunter die mutmaßliche Schützin – sind am Dienstag bei einem Angriff an einer Highschool in der Provinz British Columbia ums Leben gekommen. Laut dem kanadischen Sender CBC hat die Polizei die Identität des mutmaßlichen Schützen inzwischen geklärt. Am Nachmittag war dem Sender zufolge nach einer „Frau in einem Kleid“ gefahndet worden.
Die Polizei wurde nach eigenen Angaben um 13.20 Ortszeit (21.20 Uhr MEZ) über Schüsse an einer Schule in der Gemeinde Tumbler Ridge informiert. Bei der Ankunft hätten Beamte sechs Tote entdeckt. Zwei Verletzte seien per Hubschrauber mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Eine weiteres Opfer sei auf dem Weg ins Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen. Etwa 25 weitere Personen werden demnach wegen nicht lebensbedrohlicher Verletzungen behandelt. An einem zweiten Ort, einem Wohnhaus, das wahrscheinlich mit der Tat in Verbindung stehe, seien zwei weitere Tote gefunden worden.
Laut Polizei Gefahr für Öffentlichkeit gebannt
Über den Hintergrund der Tat ist noch nichts bekannt. Auch ob es sich bei den Toten um Kinder oder Lehrkräfte handelt, wurde nicht mitgeteilt. Ein Schüler sagte zum kanadischen Sender CBC, dass er gerade im Unterricht gewesen sei, als eine Durchsage über eine Ausgangssperre kam. Zunächst habe er „nicht gedacht, dass irgendetwas los ist“, doch dann hätte er „verstörende“ Fotos erhalten. Die Ausgangssperre sei zwei Stunden lang gewesen, ehe sie aus der Schule eskortiert wurden.
Hier sehen Sie ein Posting zu dem Vorfall:
Die Polizei rief die Menschen in der Gegend mehrere Stunden lang dazu auf, ihre Türen zu verriegeln und ihre Häuser oder Geschäfte bis auf Weiteres nicht zu verlassen. Die Schule bleibt für den Rest der Woche geschlossen, für Betroffene gibt es Hilfsangebote. Sie wird von 160 Schülerinnen und Schülern zwischen zwölf und 18 Jahren besucht.
Laut dem kanadischen Sender CBC hat die Polizei die Identität des mutmaßlichen Schützen inzwischen geklärt. Am Nachmittag war dem Sender zufolge nach einer „Frau in einem Kleid“ gefahndet worden. Die Täterin dürfte Suizid begangen haben. Aus Datenschutzgründen und zum Schutz der Ermittlungen würden derzeit aber keine genaueren Details bekannt gegeben, hieß es. Die Polizei ging nicht von weiteren Verdächtigen aus. Eine anhaltende Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe nicht.
Kanadischer Premier sagt Deutschlandreise ab
Der kanadische Premierminister reagierte mit Bestürzung auf den Vorfall. Er sei „zutiefst erschüttert“, schrieb Mark Carney auf der Plattform X. „Meine Gebete und mein tiefstes Beileid gelten den Familien und Freunden, die durch diese schrecklichen Gewalttaten Angehörige verloren haben.“ Er sagte seine geplante Teilnahme an der Münchner Sicherheitskonferenz ab.
„Es ist schwer, in einer Nacht wie dieser die richtigen Worte zu finden“, sagte der Ministerpräsident von British Columbia, David Eby. „Das ist die Art von Dingen, von denen man das Gefühl hat, dass sie an anderen Orten passieren und nicht in der eigenen Heimat.“ Tumbler Ridge ist eine abgelegene Ortschaft mit etwa 2400 Einwohnerinnen und Einwohnern.










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