Von der Leyen:

EU-App für Altersprüfung im Internet „bereit“

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15.04.2026 13:02
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die europäische App zur Altersverifizierung im Internet ist praktisch fertig und wird bald zur Nutzung bereitstehen. Das kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Mittwoch in Brüssel an. Mit der App könnten Nutzer ihr Alter beim Zugriff auf Online-Plattformen nachweisen – „ähnlich wie Geschäfte beim Kauf alkoholischer Getränke einen Altersnachweis verlangen“, so von der Leyen.

Ziel ist es, Online-Plattformen für zu junge Menschen zu sperren. „Es ist unsere Pflicht, unsere Kinder online genauso zu schützen wie offline. Um dies effektiv zu gewährleisten, benötigen wir ein harmonisiertes europäisches Vorgehen“, so die Kommissionspräsidentin weiter.

Die App funktioniert laut Kommission folgendermaßen: Sie wird heruntergeladen, mit dem Reisepass oder Personalausweis eingerichtet und dient dann beim Zugriff auf Online-Dienste als Altersnachweis. Das soll Datenschutz garantieren und die Weitergabe persönlicher Daten obsolet machen.

Zahlreiche EU-Länder haben Altersgrenze
Zahlreiche EU-Länder wie Österreich, Spanien, Frankreich, Dänemark oder Griechenland haben bereits eine nationale Altersgrenze für Instagram, TikTok oder YouTube eingeführt oder überlegen diese. Die Kommission hat bisher immer betont, dass die Durchsetzung zusätzlicher Verpflichtungen für Online-Plattformen in die Zuständigkeit Brüssels falle.

Laut dem EU-Gesetz für digitale Dienste, dem Digital Services Act (DSA), müssen Minderjährige und ihre Sicherheit, ihre Privatsphäre und ihre privaten Daten online bereits besonders geschützt werden. Online-Plattformen müssen zudem Tools zur Altersüberprüfung einrichten, um sicherzustellen, dass die Gesetze – seien es europäische oder nationale – eingehalten werden. Die App soll das geeignete Instrument für Plattformen sein, um entsprechende Gesetze umsetzen zu können.

Die Brüsseler Behörde hatte bereits einen Prototyp einer App zur Altersüberprüfung veröffentlicht. Die App wird bereits in verschiedenen Mitgliedstaaten getestet, Österreich ist nicht darunter.

Der DSA ist seit zwei Jahren in Kraft und soll Online-Unternehmen dazu zwingen, stärker gegen illegale und hetzerische Inhalte im Internet vorzugehen. Druck, eine Altersbegrenzung EU-weit einzuführen, gibt es schon länger: Das Europäische Parlament hat im November ein Mindestalter von 13 Jahren für die Nutzung von sozialen Medien und KI-Freunden eingefordert. Die Kommission solle bis Ende 2026 eine entsprechende Altersgrenze festlegen.

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