So, 24. Juni 2018

Gewerkschaftstreffen

04.07.2014 10:12

Streiks gegen Amazon bald in mehreren Ländern?

Gewerkschaften aus fünf Ländern haben im Ringen um bessere Arbeitsbedingungen bei Amazon mit gemeinsamen Beratungen in Berlin ein Signal an den Internetriesen gesandt. Arbeitnehmervertreter aus Deutschland, Polen, der Tschechischen Republik, Großbritannien und den USA trafen zusammen, um ihren Einsatz besser zu koordinieren.

"Die grenzübergreifende Vernetzung von Gewerkschaften ist ein wichtiges Signal an Amazon", erklärte ver.di-Bundesvorstand Stefanie Nutzenberger. Bei dem zweitägigen Treffen sei deutlich geworden, dass die Teilnehmer über ähnliche Probleme bei Amazon klagten, sagte eine Verdi-Sprecherin.

Seit über einem Jahr immer wieder Streiks
Der US-Versandriese liegt seit Ostern 2013 im Streit mit der Gewerkschaft ver.di. Immer wieder kommt es zu Streiks in Amazon-Verteilzentren. ver.di fordert von dem Unternehmen höhere Löhne sowie tarifliche Regelungen, wie sie im Einzel- und Versandhandel üblich sind. Amazon nimmt dagegen die Logistikbranche als Maßstab, in der weniger gezahlt wird.

Amazon plant derzeit neue Verteilzentren in Polen und der Tschechischen Republik und hatte damit Spekulationen ausgelöst, der Konzern könnte angesichts der Proteste in Deutschland auf andere Länder ausweichen. ver.di werde sich mit den Gewerkschaften in den beiden Nachbarländern absprechen, wenn Amazon tatsächlich solche Versuche unternehmen sollte, sagte die Verdi-Sprecherin weiter.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.