Der Musik früh verfallen, politisch geprägt durch die „Option“, sieben Jahre in italienischer Haft: Die Biografie von Günther Andergassen ist mehr als nur ungewöhnlich. Robert Schneider hat im Zuge seiner Reihe „Vergessene Vorarlberger“ das Leben Andergassens nachgezeichnet.
Als Vorarlberger kann man ihn nun wirklich nicht bezeichnen, auch wenn er der Neffe des Feldkircher Komponisten Ferdinand Andergassen war. Dennoch nehme ich den Südtiroler Günther Andergassen in die Reihe der „Vergessenen“ auf, weil er als ehemaliger Direktor des Feldkircher Konservatoriums, besonders aber als Tonsatz- und Kompositionslehrer eine Reihe von Musikern tief geprägt hat. Bruno Oberhammer, der allseits bekannte Konzertorganist aus Höchst, hat bei ihm studiert und bezeichnet ihn als den „strengsten Kompositionslehrer“ weit und breit. Bei keinem anderen habe er so viel gelernt wie bei ihm, so Oberhammer.
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