Als eines der letzten sechs ÖTV-Asse im Hauptbewerb der French Open erfuhr Julia Grabher, wer ihre Auftaktgegnerin ist. Mit der Slowakin Rebecca Sramkova erwischte die 29-Jährige eine vermeintlich lösbare Aufgabe – zumal es für die Vorarlbergerin deutlich schlimmer hätte kommen können.
„Natürlich sind die letzten Monate nicht so gelaufen, wie ich mir vorgestellt habe“, spricht Julia Grabher vor ihrer zweiten Teilnahme im Hauptbewerb der French Open Klartext. „Zuerst war ich körperlich nicht ganz fit und dann habe ich nicht gut gespielt. Dementsprechend habe ich auch nie zu meiner Form gefunden.“ Hin und wieder sei aber ein gutes Match dabei gewesen. „Darauf möchte ich hier in Paris aufbauen und so ein Spiel auch am Montag zeigen“, gibt sich die Dornbirnerin kämpferisch.
Kein leichtes Los, weil...
Da wartet zum Auftakt mit Rebecca Sramkova eine Qualifikantin aus der Slowakei, die wie Grabher 29 Jahre alt ist und in der Weltrangliste als 121. aktuell im WTA-Ranking zwei Plätze vor der Vorarlbergerin geführt wird. „Generell ist es nicht so angenehm, eine Qualifikantin zugelost zu bekommen“, sagt Julia, die bei 2023 ihr Erstrundenspiel gegen Arantxa Rus (Hol) gewinnen konnte, in der Runde der letzten 64 jedoch an Coco Gauff (US) scheiterte. „Sie hat auf der Anlage bereits Matchpraxis sammeln können und ist nach drei Siegen voller Selbstvertrauen.“ Klingt fast so, als ob ihr eine gesetzte Spielerin lieber gewesen wäre? „Nein, nein“, winkt Grabher lachend ab. „Eine Top-10-Spielerin wäre ganz bestimmt nicht das gewesen, was ich mir gewünscht hätte.“
Auch Finalistin von 2018 war in Verlosung
Zumal es in der Verlosung noch ganz andere Kaliber gegeben hätte. Etwa Landsfrau Sinja Kraus, die als Weltrangliste-101. die bestklassierte Spielerin ist, die sich qualifizieren konnte. Oder Sloane Stephens – die US-Lady ist aktuell zwar nur die Nummer 361 der Welt. Allerdings stand sie in Roland Garros 2018 bereits im Finale und gewann ein Jahr zuvor den Titel bei den US Open in New York.
Offene Rechung seit 13 Jahren
So gilt die volle Konzentration aber Sramkova, mit der Grabher zudem noch eine Rechnung offen hat. Zwar gab es auf der Profi-Tour noch nie ein Duell der beiden – 2013 gewann die Slowakin bei der Junioren-EM in Klosters (Sz) in Runde zwei aber mit 6:4 und 6:2. „Daran kann ich mich gar nicht mehr erinnern“, gesteht Julia. „Ich habe seither zwar ein oder zweimal mit ihr trainiert, mehr aber auch nicht.“
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