Warnung vor Kontakt
Timmys Kadaver könnte bei Hitze explodieren
Die Wettervorhersage für die dänische Urlaubsinsel Anholt könnte kaum besser sein. Allerdings steigt durch die Sonne und hohen Temperaturen das Risiko, dass der aufgeblähte Kadaver des Wals „Timmy“ explodiert. Erst nach Pfingsten soll ein neuer Anlauf gestartet werden, das tote Tier in einen Hafen abzutransportieren.
Drei Versuche verliefen bisher erfolglos (siehe Video oben). Derzeit liegt der Kadaver des Buckelwals auf einer vorgelagerten Sandbank, an einem gut besuchten Strand. Bei Tieren, die sich an Land befinden, entweichen die Gase, die durch den Verwesungsprozess entstehen. Bei „Timmy“ finden sie im Wasser aber keinen Weg nach draußen. Daher steigt der Innendruck. Aufnahmen zeigen, dass der Kadaver bereits enorm aufgebläht ist.
Wie lange der Prozess dauert, hängt laut deutschen Medienberichten von vielen Faktoren ab, darunter der Temperatur der Umgebung. Im Sommer könne es bis zu einer Explosion des Kadavers nur wenige Tage dauern, sagte Biologin Anja Gallus. Bei niedrigeren Temperaturen sei eine deutlich längere Zeitspanne möglich. Gefährlich würde es vor allem dann, wenn Schaulustige wie am vergangenen Wochenende auf „Timmy“ klettern, sagte sie zur Berliner Morgenpost. Es wird erwartet, dass sich am langen Pfingstwochenende wieder einige Menschen dem toten Tier nähern werden.
Umweltbehörde warnt vor nahem Kontakt
Die dänische Umweltbehörde hatte bereits kurz nach der Strandung des toten Buckelwals vor zu nahem Kontakt gewarnt. Solange die Gase nicht weichen, bestehe die Gefahr einer Explosion, sagte auch Meeresbiologe Fabian Ritter zur „Bild“. Setze sich ein Mensch auf den Kadaver, könne die Haut aufreißen. Oft würden im Laufe der Zeit Risse und kleine Öffnungen entstehen. Laut einem „Bild“-Bericht hat „Timmy“ Einkerbungen an der Schwanzflosse, die vermutlich von Seilen stammen.
Obduktion geplant
Am 1. Mai versuchte eine private Rettungsinitiative, das gestrandete Tier von der Wismarer Bucht in Deutschland in Richtung Nordsee zu transportieren. Einen Tag später wurde „Timmy“ an der Schwanzflosse aus der Barge herausgezogen und freigelassen. Das war allerdings nicht geplant gewesen. Der Wal wurde schließlich tot vor Anholt angeschwemmt. Von dort soll er laut einigen Einheimischen wieder verschwinden. „Es ist ein großer Wunsch der Einheimischen, dass der Wal zeitnah abtransportiert wird, damit er die Urlauber nicht stört“, sagte Pia Lange Christensen, Direktorin der Tourismusorganisation Visit Aarhus.
Bisher scheiterten drei Versuche, den Meeresbewohner in die Hafenstadt Grenaa zu bringen. Dort soll er obduziert werden. Der nächste Versuch ist nach Pfingsten geplant.









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