Kooperation mit Ischl

Zuerst ein Desaster, dann ein vernünftiger Deal

Steiermark Newsletter
17.03.2026 20:08

Viele hatten wohl nicht darauf gewettet, dass die Steiermark tatsächlich bis April eine Spitalskooperation mit Oberösterreich in trockene Tücher bringt. Nun ist es gelungen. Das verdient Anerkennung. Zu viel Eigenlob sollten sich die politischen Verantwortlichen aber ersparen. 

„Ich bin so froh, dass es endlich Bewegung nach Jahren des Stillstands gibt.“ Die Erleichterung war Gerhard Stark am Dienstag anzumerken, als Details der Spitalskooperation mit Bad Ischl präsentiert wurden.

Der Vorstandsvorsitzende der Kages befindet sich in seinem beruflichen Finale, im Herbst wird er sein Büro räumen, seine Nachfolge ist bereits ausgeschrieben. Stark nimmt sich kaum mehr ein Blatt vor den Mund und benennt Fehlentwicklungen der vergangenen Jahre mit deutlichen Worten.

Auch wenn man immer einzelne Maßnahmen diskutieren muss und sie auch kritisieren kann: Dass jetzt versucht wird, über Bundesländergrenzen hinweg zu kooperieren, verdient Anerkennung. Falls es schon zwischen Bad Aussee und Bad Ischl bzw. zwischen Schladming und Schwarzach nicht klappen sollte, wie könnte jemals eine wirkliche Gesundheitsreform in diesem Land gelingen? Ein Blick auf den Gastpatientenstreit zwischen Wien, Niederösterreich und dem Burgenland dient als abschreckendes Beispiel. 

Der neue Deal mit Oberösterreich klingt vernünftig (auch wenn die jährliche Kündbarkeit zu Recht von den Oppositionsparteien SPÖ und NEOS kritisch beäugt wird). Zu viel politisches Eigenlob („ein Vorbild für ganz Österreich“) ist angesichts des desaströsen Wegs, der bis zu dieser Vereinbarung für den Bezirk Liezen geführt hat, aber nicht angebracht.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt