Gemeinde muss zahlen

Unbekannte hinterließen Müllberg mitten im Wald

Oberösterreich
09.05.2026 08:00

Mitten in der Nacht lagerten Unbekannte in einem Waldstück bei Desselbrunn in Oberösterreich eine große Menge Unrat ab. Ein Spaziergänger entdeckte die illegale Deponie am nächsten Vormittag. Die Gemeinde hat Anzeige erstattet und musste den Mist entsorgen. Das hat nicht nur Zeit, sondern auch Geld gekostet.

„Ich würde mir wünschen, dass der Täter ausgeforscht und saftig bestraft wird“, ist der Desselbrunner Bürgermeister Michael Hochleitner (ÖVP) verärgert. Ein ortsansässiger Spaziergänger traute seinen Augen kaum, als er in einem Waldstück in Brauching am Donnerstagvormittag plötzlich vor einer Müllhalde stand. „Der Anrainer war am Vorabend schon dort vorbeigegangen, da lag noch nichts da. Deshalb konnten wir die illegale Ablagerung zeitlich zwischen Mittwochabend und Donnerstag eingrenzen“, so Hochleitner.

Gemeinde erstattete Anzeige
Aufgrund der großen Menge geht der Ortschef davon aus, dass in der Nacht jemand mit einem Kastenwagen oder Traktor mit Anhänger auf dem Waldweg zugefahren war und den Müllberg abgelagert hat. „Da ist alles dabei, von Eisenteilen, einem Saugroboter, Spraydosen, einer Matratze und einem Kübel mit Altöl. Wie, wenn jemand eine Werkstatt ausgeräumt hätte“, schildert Hochleitner. Die Gemeinde will den Vorfall nicht einfach hinnehmen und hat ihn zur Anzeige gebracht. Ein umweltkundliches Organ der Polizei war bereits vor Ort und hat die Tat aufgenommen.

Zitat Icon

Bei drei Reifen oder einer Flasche Bier werden wir keine rechtlichen Schritte einleiten. Aber diesen Vorfall haben wir als Gemeinde zur Anzeige gebracht.

Michael Hochleiter, Bürgermeister Desselbrunn

Hohe Kosten für Kommune
Besonders ärgerlich seien der Aufwand und die Kosten, die der Gemeinde durch den „Mülldeppen“ entstehen. „Drei Mitarbeiter waren rund 1,5 Stunden damit beschäftigt, den Unrat aufzuladen und wegzubringen. Zählt man die Kosten für Arbeitsleistung, Traktor und ordnungsgemäße Entsorgung zusammen, wird das Ganze rund 1000 Euro ausmachen. Geld, das letztlich die Bürger zahlen müssen“, so der Ortschef. Die Gemeinde bittet um Hinweise, die zur Ergreifung des Täters beitragen.

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