Seit einem Jahr ist der Papst im Amt – ein Jahr, das von Kriegen und Krisen überschattet war. Der Papst reagiert darauf mit klaren Worten, Besonnenheit und einem unbeirrbaren Kurs für Friede und Gerechtigkeit.
„Weißer Rauch im Vatikan!“ – Die Blitz-Meldung überraschte mich abends an der Supermarktkassa, zwei Stunden später saß ich im Nachtzug nach Rom. Tags darauf erlebte ich eine Stadt, in der Freude und Aufbruchstimmung an jeder Ecke zu spüren waren: Ausgerechnet ein Kritiker von US-Präsident Donald Trump war an die Spitze der 1,4 Milliarden Gläubige zählenden katholischen Kirche gewählt worden. Es gibt ihn also doch noch, den „guten Ami“!
Waren es der Vorschusslorbeeren zu viele? Hat Leo XIV. in seinem ersten Amtsjahr an Strahlkraft eingebüßt? Im Gegenteil – er hat sogar noch an Statur gewonnen. Gerade im Konflikt mit seinem Landsmann im Weißen Haus beweist der Papst Rückgrat und lässt sich nicht von üblen Beschimpfungen und subtilen Drohungen einschüchtern. „Wenn mich jemand dafür kritisieren will, dass ich das Evangelium verkünde, dann soll er es mit der Wahrheit tun“, konterte er Trump, der sich, einem trotzigen Kind gleich, daraufhin als KI-Jesus in Szene setzte.
Auch in der steirischen Kirche ist die Erleichterung darüber groß, dass kein konservativer Hardliner auf dem Stuhl Petri sitzt. Ein Amerikaner von dieser Sorte ist mehr als genug.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Freitag!
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