„Historischer Moment“

So viele Kletterer wie nie auf dem Mount Everest

Ausland
09.05.2026 08:54
Porträt von krone.at
Von krone.at

Trotz der Unruhen in Nepal im vergangenen September und des Kriegs im Nahen Osten ist eine Rekordzahl an Genehmigungen an Kletterer für die diesjährige Hauptsaison erteilt worden. 492 Bergsteiger wollen den Mount Everest erklimmen.

Die vorige Rekordzahl lag bei 478 und stammt aus dem Jahr 2023. Im vergangenen Jahr gab es 468 Zulassungen für die Besteigung des 8849 Meter höchsten Bergs der Erde. 

Angaben in Nepal zufolge kommen diesmal die meisten Anmeldungen aus China, gefolgt von Kletterern aus den USA und Indien.

Bilder vom Mount Everest:

Bis zum Freitag wurden nach Angaben des Tourismus- und Kulturministeriums in Kathmandu 492 ...
Bis zum Freitag wurden nach Angaben des Tourismus- und Kulturministeriums in Kathmandu 492 Zulassungen für Kletterer aus 55 Ländern ausgegeben, die den Everest-Gipfel erklimmen wollen.(Bild: AP/Kunga Sherpa)
In Nepal befinden sich acht der 14 Achttausender der Welt, darunter den Everest.
In Nepal befinden sich acht der 14 Achttausender der Welt, darunter den Everest.(Bild: AP/Pasang Rinzee Sherpa)
(Bild: AP/Pasang Rinzee Sherpa)
(Bild: AP/Pasang Rinzee Sherpa)

Wichtige Einnahmequelle
Nepal spülten die Genehmigungen bisher mehr als 7,1 Millionen US-Dollar (etwa sechs Millionen Euro) in die Kasse. Im vergangenen Jahr wurden die Gebühren von 11.000 auf 15.000 US-Dollar für die Besteigung über die Südroute zum Everest-Gipfel erhöht.

Verzögerungen durch riesigen Eisblock
Die diesjährige Klettersaison für den Everest begann mit erheblichen Verzögerungen. Die Route zum Gipfel war von einem Sérac – ein aufgetürmter Eisblock – im Khumbu-Eisbruch versperrt. Es bestand die Gefahr eines Einsturzes in dem ohnehin besonders kritischen Gletschergebiet. Sherpa-Bergsteiger konnten die Aufstiegsroute bis zum Camp 4 auf 7906 Meter Höhe jedoch öffnen. Die Fixseile wurden verlegt.

Unruhen im September
Im vergangenen September war es in dem Himalaya-Land zu schweren Unruhen gekommen. Eine Sperrung von Social-Media-Plattformen hatte Zehntausende, meist junge Menschen der „Generation Z“, auf die Straße getrieben. Der damalige Regierungschef trat zurück, das Parlament wurde aufgelöst. Inzwischen hat das Land nach Wahlen eine neue Regierung.

Aufstieg von chinesischer Seite geschlossen
Als weiterer Grund für die Rekordzahl ist nach Berichten nepalesischer Medien auch der Umstand, dass China den Aufstieg zum Everest von der tibetischen Seite geschlossen hat.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung