Die Judo-Schmiede Sanjindo blickt auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurück. Doch auch die Gegenwart und Zukunft sieht rosig aus. Das Ziel der vielen eigenen Talente: die Olympischen Spiele. Die „Krone“ stellt die Pongauer im Rahmen der Vereinsserie vor.
„Der Weg der Gebirgler“ – das bedeutet „Sanjindo“ übersetzt. Passend zum Ort, an dem ein gleichnamiger Klub im Jahr 1959 gegründet wurde: Bischofshofen. „Damals war Judo etwas völlig Neues“, blickt Kurt Niederdorfer zurück. Er ist Teil des Vorstands im Verein, der im fast 70-jährigen Bestehen schon einige Erfolge feiern durfte. Mit starken Legionären und Patrick Reiter als heimische Speerspitze erreichten die „Tiger“ unter anderem das Europacupfinale. Reiter selbst war 1996 und 2000 als bislang letzter Sanjindo-Athlet bei den Olympischen Spielen dabei.
Trainerin Marianne Niederdorfer als Erfolgsfaktor
Rund um die 2000er-Wende stieg der Hauptsponsor aus, folgte neben dem freiwilligen Abstieg auch ein Umdenken. Der Verein legte seinen Fokus voll auf die Förderung heimischer Talente – erfolgreich!
Unter der Anleitung von Marianne Niederdorfer, einer der erfolgreichsten heimischen Trainerinnen der vergangenen Jahrzehnte, wuchsen in Bischofshofen zahlreiche Talente heran. Elena Dengg, die größte Hoffnung, gewann schon EM- und WM-Gold in der Jugend und bei den Junioren. Auch Thomas Scharfetter und Maria Höllwart haben Chancen, Sanjindo einmal im Zeichen der fünf Ringe zu vertreten. Allüren hat in Bischofshofen aber niemand. Niederdorfer erklärt: „Bei uns ist keiner ein Star. Wir sind eine große Familie. Da helfen alle mit.“
„Wir platzen aus allen Nähten“
Aktuell zählt Sanjindo 320 Mitglieder, 250 davon sind Kinder und Jugendliche – Tendenz steigend. Trainiert wird längst nicht mehr nur in Bischofshofen selbst. „Wir platzen quasi aus allen Nähten“, sagt Kurt Niederdorfers Sohn Michael, der voll in die sportliche Leitung involviert ist, aber selbst ebenso seit vielen Jahren auf der Matte steht.
Wie heute, wenn es in der Bundesliga (18) gegen Konkurrent Pinzgau geht. „Wir wollen gewinnen. Bei einer Niederlage müssen wir uns das sonst wieder ein ganzes Jahr anhören“, grinst der Judoka.
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