Wie wäre es, mit einem fahrerlosen Auto von A nach B gebracht zu werden? Einen Vorgeschmack darauf, wie die Mobilität der Zukunft ausschauen wird, gab es gestern Nachmittag in der Weststeiermark. Ein autonomer Bus fuhr – mit Sicherheitsnetz – von Groß St. Florian nach Stainz.
Hinter dem Kürzel „Roberta“ verbirgt sich ein millionenschweres Forschungsprojekt mit 19 Partnern aus Verkehr, Wissenschaft und Wirtschaft – mit dem Ziel, verkehrstaugliche Fahrzeuge zu entwickeln, die keinen Chauffeur mehr benötigen. Selbstfahrende Taxis gibt es bereits in San Francisco, und über kurz oder lang werden auch die ersten autonomen Mobile auf steirischen Straßen unterwegs sein. Aus gutem Grund, wie Wirtschaftslandesrat Willi Ehrenhöfer vorrechnet: In den nächsten Jahren werden 35 Prozent der Berufskraftfahrer in Pension gehen.
Die Weststeiermark ist Testregion für autonomes Fahren, fahrerlose Busse sollen in Bälde als Zubringer an der Koralmbahnstrecke eingesetzt werden. Doch wie fühlt es sich an, in einem selbstfahrenden Bus zu sitzen? Nun, gestern Nachmittag habe ich auf dem Bahnhof Weststeiermark die Probe aufs Exempel gemacht. Auf dem Parkplatz drehten wir eine Runde, der „Torus“, der hochmoderne Bus steirischer Bauart, und ich. Oder vielmehr er mit mir. Wobei die Verantwortlichen ein Sicherheitsnetz eingezogen hatten und mit Martin Aichholzer von AlpLab einen Mobilitätsexperten ans Steuer gesetzt hatten. Offen gestanden war ich froh, dass ein Chauffeur an Bord war. Was wäre passiert, wenn plötzlich ein Kind die Fahrbahn überquert hätte?
Ich möchte nicht mein Schicksal und das der anderen Verkehrsteilnehmer in einen Computer legen. Lieber sitze ich selbst am Steuer oder lasse mich, wenn notwendig, von einem Öffi-Fahrer aus Fleisch und Blut von A nach B bringen. Hier braucht es noch viel Überzeugungsarbeit, aber wenn die Systeme so ausgereift sind, dass wirklich nichts passieren kann, würde ich das Wagnis eingehen – und mich in einen selbstfahrenden „Torus“ setzen.
Kommen Sie sicher durch den Dienstag!
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