Rotes Kreuz vs. ÖGK

Kostenstreit: Alle an einen Tisch!

Steiermark Newsletter
13.06.2026 10:55

Die gestrige Eröffnung des neuen Rotkreuz-Gebäudes in Graz war begleitet von Misstönen: Die ÖGK verweigert der größten Rettungsorganisation des Landes die notwendigen Indexanpassungen. Ein Streit, der letztlich auf dem Rücken der Patienten ausgetragen werden könnte.

Die Zahlen sind beeindruckend: 2025 wurden in der Rotkreuz-Rettungsleitstelle exakt 1,347.129 Millionen Anrufe entgegengenommen, knapp 550.000 Einsätze koordiniert. Das sind 1500 Ausfahrten pro Tag. Die Zahl der Notrufe ist um 1,7 Prozent auf 241.364 gestiegen, die Zahl der Notarzteinsätze um drei Prozent auf 24.989. Eine Bilanz, die sich ebenso wie das nagelneue Rotkreuz-Gebäude in der Herrgottwiesgasse sehen lassen kann. Doch die Eröffungsfeier war überschattet von einem Kostenstreit mit der Gesundheitskasse, die Rotkreuz-Chef Siegfried Schrittwieser als „keinen verlässlichen Partner“ bezeichnet: Immerhin verweigert die ÖGK der Blaulichtorganisation die notwendige Inflationsabgeltung von etwa 3,5 Prozent. Im schlimmsten Fall würde sich heuer damit der Schuldenstand auf neun Millionen Euro summieren.

Die Folge: Das Rote Kreuz müsste sein Leistungsangebot für die Steirer reduzieren. Aus Sicht der Patienten bzw. Steuerzahler, die ohnehin einen Gutteil ihres Gehaltes an den Staat abgeben müssen, ist das nicht akzeptabel. Die Steirer haben das Recht auf die beste Gesundheitsversorgung – und zwar ohne Abstriche.

Alle an einen Tisch, kann man daher nur sagen: Rotes Kreuz, ÖGK, Politik. Einen Streit auf dem Rücken der Patienten auszutragen, ist der falsche Weg.

Kommen Sie gut durch den Samstag!

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung