Chronische Entzündungen im Mundraum gelten oft als harmloses Zahnproblem – doch ihre Auswirkungen reichen weit über den Kiefer hinaus. Bakterien und Entzündungsstoffe können nicht nur Schmerzen, Zahnverlust und Probleme beim Kauen verursachen, sondern auch den gesamten Körper betreffen – und krank machen!
Auch wenn es viele nur als schlechte Zähne abtun: „Entzündungen im Mund stellen nicht ausschließlich ein lokales Problem dar. Bakterien und Entzündungsstoffe gelangen über die Blutbahn in viele Organe und können dort erhebliche Schäden anrichten“, erklärt Dr. Christian Maté, Wiener Allgemeinmediziner und Vorsorge-Experte. „Besonders problematisch ist der Zusammenhang mit Diabetes: Hohe Blutzuckerwerte verschlechtern das Zahnfleisch – entzündetes Zahnfleisch wiederum macht die Blutzuckerkontrolle schwieriger.“
Schwere Erkrankungen als mögliche Folge
Studien zeigen dazu, dass dauerhafte Zahnfleischentzündungen mit zahlreichen schweren Erkrankungen in Verbindung stehen – darunter eben Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle, Demenz, chronische Nierenerkrankungen, rheumatische Erkrankungen und sogar bestimmte Krebsarten.
Zweimal täglich putzen, mindestens zwei bis drei Minuten lang – mit fluoridhaltiger Zahnpasta. Fluorid stärkt den Zahnschmelz und bekämpft schädliche Bakterien.
Zahnzwischenräume reinigen: Täglich Zahnseide oder Interdentalbürstchen verwenden. Normale Zahnbürsten erreichen diese Bereiche nicht ausreichend.
Auch das Gehirn bleibt nicht verschont, wie Dr. Maté ausführt: „Chronische Entzündungen im Mund erhöhen das Risiko für Schlaganfälle und bestimmte Formen der Demenz.“
Die gute Nachricht: Wer Entzündungen im Mund früh erkennt und konsequent behandelt, kann nicht nur seine Zähne retten, sondern auch das Risiko für schwere Folgeerkrankungen senken.
Entzündliche Prozesse im Mund erhöhen das Risiko für Schlaganfälle und stehen im Verdacht, bestimmte Formen von Demenz zu begünstigen.

Dr. Christian Maté, Allgemeinmediziner und Vorsorge-Experte, Wien
Bild: Eva Manhart
Dafür wichtig ist auch eine zahngesunde Ernährung. Achten Sie auf ausreichend Kalzium (z.B. Milchprodukte, Brokkoli) und genügend Vitamine (besonders C und D), um Zähne und Zahnfleisch zu stärken. Reduzieren Sie überdies zuckerhaltige Getränke und Snacks, da Zucker Kariesbakterien ernährt.
Am besten ist es, sich gleich einen Termin beim Zahnarzt auszumachen! Denn auch bei guter Pflege sind regelmäßige Kontrollen sowie professionelle Mundhygiene von immenser Bedeutung.
Experten sind sich einig: Mundgesundheit ist damit ein zentraler Baustein für die gesamte Gesundheit.
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