Aus für die geplanten Windräder auf der Compedal Hochalm im Osttiroler Assling! Messungen zeigten ein zu geringes Potenzial für das Windkraftprojekt. Die Freude bei den Gegnern ist hingegen groß.
Sieben Windräder mit einer Nabenhöhe von jeweils 111 Metern, eine Gesamtleistung von rund 30 Megawatt und die Versorgung von etwa 19.000 Haushalten – das waren die Pläne für einen Windpark auf der Compedal Hochalm auf rund 2200 Metern Seehöhe durch das Elektrowerk Assling (EWA) – die „Krone“ berichtete ausführlich. Im Sommer 2023 startete man in Kooperation mit der ECOwind aus Niederösterreich die Planungen für das Großprojekt. Die Vorfreude bei den Verantwortlichen war groß, zumal auch eine Potenzialstudie des Landes Tirol die Fläche als geeignet ausgewiesen hatte.
Die Ergebnisse zeigen klar, dass die notwendigen Windgeschwindigkeiten am konkreten Standort nicht erreicht werden.
Thomas Wölfler, GF der Energiewerkstatt
Im Winter 2025 startete die EWA SODAR-Windmessungen im Gebiet. Diese sollten Aufschluss über das Potenzial der Anlage geben. Wie nun bekannt wurde, ist das Ergebnis für die Projektverantwortlichen jedoch ernüchternd. „Die Ergebnisse zeigen klar, dass die notwendigen Windgeschwindigkeiten am konkreten Standort nicht erreicht werden“, sagt Thomas Wölfler, GF der Energiewerkstatt und Experte für Windmessungen.
Der Park auf der Compedal wird somit nicht weiter verfolgt. Dazu EWA-Obmann Markus Stocker: „Auch wenn das Ergebnis bedeutet, das Projekt nicht weiterzuführen, ist es ein wichtiger Schritt, um verantwortungsvoll und wirtschaftlich zu handeln.“
Bürgerinitiative dürfte sich als Sieger sehen
Von Anfang an gegen das Projekt stellte sich die „Bürgerinitiative gegen Windräder auf der Compedal“. Die Argumente lauteten etwa: Es handle sich um eine unerschlossene und unberührte Naturlandschaft, der Strom sei nicht speicherbar bzw. schwer regelbar oder es entstehe ein großer Schaden für den Tourismus. Die Freude über das Ende des Vorhabens ist somit groß.
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