Villacher Staffel-Gala

Nach 50 Jahren ist ältester ÖLV-Rekord ausgelöscht

Sport-Mix
23.05.2026 16:39
Porträt von Olaf Brockmann
Von Olaf Brockmann

Traumtag für Österreichs Frauen-Leichtathletik: Beim Pfingst-Meeting in Villach sind sowohl über 4 x 100 m (43,77) als auch über 4 x 400 m (3:32:17) neue ÖLV-Rekorde aufgestellt worden! Die Sensation: Über 4 x 400 m löschten Lena Pressler, Helene Vogel, Caroline Bredlinger und Anja Dlauhy sogar den überhaupt ältesten ÖLV-Rekord (bei Männern und Frauen). Die alte Bestleistung war 50 (!) Jahre alt. Beide Staffeln machten damit einen großen Schritt zu einer erfolgreichen Qualifikation für die EM in Birmingham im August.

Kaum jemand hatte damit gerechnet, dass die 4 x 400-m-Staffel der Frauen sogar ohne Susanne Gogl-Walli, die noch Wadenprobleme hat und ihren Saisonauftakt hatte verschieben müssen, den Uralt-Rekord würde löschen können. Doch Pressler, Vogel, Bredlinger und Dlauhy nutzten die hervorragenden Bedingungen und ihre starke Form im sonnenüberströmten Stadion Villach-Lind zu einem sensationellen Sturmlauf.

Uralt-Rekord vom 20. Juni 1976
Sie unterboten den alten Rekord, den Silvia Schinzel, Hanni Burger, Andrea Mühlbach und Christiane Wildschek am 20. Juni 1976 in Maria Enzersdorf mit 3:34,42 aufgestellt hatten, sogar deutlich. Das 4 x 400-m-Team wird von Christian Taylor betreut, der einer der ersten Gratulanten war. Kommt Gogl-Walli noch in diese Staffel, hat Österreich (wenn es fix wird) eine tolle Staffel in Birmingham.

Bei den Staffeln werden bis zum Limit-Schluss am 27. Juli jeweils die zwei besten Zeiten gewertet. In zwei Wochen werden Österreichs Teams deshalb auch in Regensburg auf die Jagd nach dem EM-Limit gehen. Die jeweils 16 besten Staffeln qualifizieren sich für die EM in Birmingham.

„Auf den Rekord gehofft …“
Mit ihrem Rekord von Villach hat auch die Sprint-Staffel jetzt allerbeste Karten für Birmingham. Patricia Brunninger, Leni Lindner, Karin Strametz und Isabel Posch liefen ein großartiges Rennen und verbesserten in 43,77 Sekunden den ÖLV-Rekord, den bei der EM in Rom 2024 das Quartett Posch, Lindner, Strametz und Willhuber in 43,84 gelaufen war, um sieben Hundertstel. „Wir hatten schon auf einen neuen Rekord gehofft, aber rechnen konnten wir damit natürlich nicht“, sagte Staffel-Trainer Philipp Unfried.

Posch zum Auftakt 11,48
Zuvor war Posch bereits über 100 m ein sehr guter Saison-Auftakt gelungen. Sie gewann die 100 m bei einem Gegenwind von 1,2 m/sek in 11,48. Nur einmal war die Vorarlbergerin in ihrer Karriere schneller gewesen – im Vorjahr in Eisenstadt bei einem leichten Rückenwind mit 11,43 Sekunden.

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