Dass der Gewinn bei Amazon im Vergleich zu anderen Technologieunternehmen eher mager ausfällt, liegt an den hohen Investitionen, die Konzernchef Jeff Bezos in Produkte wie seine Kindle-Tablets oder in Versandzentren steckt. Im ersten Quartal stiegen die Ausgaben für Technologie und Inhalte um 44 Prozent auf knapp zwei Milliarden Dollar. Bei den Kosten für den Warenumschlag gab es einen Sprung von 29 Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar. Außerdem habe Amazon die Investitionen in China unter anderem in Logistikzentren erhöht, sagte Finanzchef Tom Szkutak nach Vorlage der Zahlen.
Zugleich zeigte sich Amazon zuletzt auch bereit, etwas mehr an die Rendite zu denken. So wurde der Preis für das Prime-Programm mit schneller kostenloser Zustellung und einem Videostreaming-Angebot in den USA angehoben. Und die kürzlich vorgestellte Set-Top-Box Fire TV kostet mit rund 100 Dollar deutlich mehr als Branchenbeobachter zuvor erwartet hatten.
Für das laufende Quartal rechnet Amazon mit einem operativen Verlust zwischen 55 und 455 Millionen Dollar bei einem Umsatzwachstum zwischen 15 und 26 Prozent.
Amazon will künftig mehr selbst ausliefern
Amazon ist die Nummer eins im Online-Handel und versucht, diese Stellung zu festigen. Nur Stunden vor der Bilanzvorlage berichtete das "Wall Street Journal" von Amazons Ambitionen, vermehrt auch die Lieferung der Pakete an die Kunden selbst zu übernehmen. In kleinerem Umfang geschieht dies schon. Zudem ist Amazon einer der weltgrößten Anbieter von Computerdiensten aus der Internet-Cloud. Der Konzern steht dabei in scharfem Wettbewerb mit Google und Microsoft. Zuletzt lieferten sich die Rivalen einen Preiskampf.
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