Uran-Übergabe fix?

Trump: Iran-Krieg „läuft wie am Schnürchen“

Außenpolitik
17.04.2026 10:37

Schon oft US-Präsident Donald Trump damit geprahlt, wie gut der Iran-Krieg läuft und ein baldiges Ende in Aussicht gestellt. Jetzt hat er sich besonders optimistisch geäußert. Denn: Teheran habe sich dazu bereit erklärt, seine Bestände an angereichertem Uran aufzugeben.

„Der Krieg im Iran läuft wie am Schnürchen“, erklärte Trump unter Applaus bei einer Veranstaltung in Las Vegas am Donnerstag: „Wir können tun, was wir wollen“. Zugleich sei man „sehr nahe dran“, mit dem Iran einen Deal zu schließen. Neue Gespräche über einen Friedensschluss zwischen Washington und Teheran könnten noch dieses Wochenende beginnen.

Teheran will „Atomstaub“ abgeben
Der größte Brocken, der einem Friedensschluss im Weg lag, ist dabei laut Trump schon beiseite geräumt. Denn Teheran sei bereit, seine Bestände an angereichertem Uran zu übergeben – eine der Bedingungen, der USA für ein Abkommen. „Sie haben zugestimmt, uns den Atomstaub zurückzugeben“, so der Präsident im Weißen Haus. Nähere Angaben machte er dazu nicht.

Trump verwendet den Begriff Atomstaub für die Bestände von angereichertem Uran, die für den Bau von Nuklearwaffen genutzt werden können. Laut Schätzungen hat der Iran rund 400 Kilogramm davon.

Trump unter Druck
Der Iran habe zudem angeboten, für über 20 Jahre auf Atomwaffen zu verzichten. Wenn es zu einer Einigung komme, werde der Ölpreis fallen und die Inflation schrumpfen, zeigte sich der Präsident zuversichtlich. Angesichts der anhaltenden Blockade der Straße von Hormuz und der damit verbundenen Erschütterungen der Weltwirtschaft ist Trump stark unter Druck geraten.

Westliche Staaten werfen dem Iran seit Jahren vor, nach Atomwaffen zu streben. Teheran bestreitet dies und versichert, sein Atomprogramm lediglich zur zivilen Nutzung zu betreiben. Trump hatte den Krieg gegen den Iran unter anderem damit begründet, Teheran stehe kurz vor dem Bau von Atomwaffen und könne damit „bald“ sogar die USA angreifen.

Nur ein Schritt zu waffenfähigem Uran
Nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ist der Iran das einzige Land ohne eigene Atomwaffen, das Uran auf 60 Prozent anreichert. Von dort zur Anreicherung auf 90 Prozent, wie es zur Herstellung von Atomsprengköpfen nötig ist, ist es nur ein kleiner technischer Schritt. Zur Stromerzeugung mit Atomkraft ist eine Anreicherung auf weniger als vier Prozent ausreichend.

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