Schlechtes Zeugnis

Bundespräsident wird mehr vertraut als Ministern

Innenpolitik
17.04.2026 10:37
Porträt von krone.at
Von krone.at

Viele Menschen vertrauen Österreichs Ministerinnen und Ministern nicht, wie der aktuelle APA/OGM-„Vertrauensindex“ zeigt. Am meisten Vertrauen genießt noch Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Auf dem zweiten Platz folgt die Dritte Nationalratspräsidentin Doris Bures, auf dem dritten Finanzminister Markus Marterbauer (beide SPÖ).

Einen positiven Wert verzeichnet auch Frauenministerin Eva Maria Holzleitner (SPÖ). Parteichef Andreas Babler liegt deutlich im Minus, aber vor FPÖ-Parteichef Herbert Kickl. Auf dem letzten Platz landet ÖVP-Klubchef August Wöginger, der derzeit wegen einer Klage unter Druck steht. Den besten Wert in der ÖVP erreicht Bundeskanzler Christian Stocker, der im Vergleich zur letzten Erhebung leicht einbüßte.

An Vertrauen zulegen konnten hingegen die beiden Parteichefinnen Leonore Gewessler (Grüne) und Beate Meinl-Reisinger (NEOS). Nicht ausgezahlt hat sich für Gesundheitsstaatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig ihr Liebäugeln mit einer Kandidatur als niederösterreichische SPÖ-Chefin. Sie erzielte den diesmaligen Minus-Höchstwert. Allerdings gab nur jede dritte Person (33 Prozent) an, überhaupt eine Meinung zu ihr zu haben. Zu NEOS-Staatssekretär Josef Schellhorn hatten hingegen 73 Prozent etwas zu sagen.

Das sind die Ergebnisse im Detail:

Das Balkendiagramm zeigt das Vertrauen in Österreichs Bundespolitik im April 2026. Alexander Van der Bellen hat mit 23 Punkten den höchsten Vertrauenswert, gefolgt von Doris Bures mit 18. Am wenigsten Vertrauen erhalten August Wöginger mit minus 48 und Herbert Kickl mit minus 42 Punkten. Die Werte basieren auf dem Saldo aus 'Habe Vertrauen' und 'Habe kein Vertrauen'. Befragt wurden 1.015 Personen. Quelle: OGM.

Van der Bellen stand bereits bei vorherigen Erhebungen an der Spitze, diesmal hat er seinen Vorsprung noch etwas ausgebaut. Der aktuelle Index zeigt im Vergleich zur letzten Befragung im Jänner keine großen Gewinnerinnen und Verlierer. Teilgenommen haben 1015 wahlberechtigte Österreicherinnen und Österreicher ab 16 Jahren, die repräsentativ für die Gesamtbevölkerung sind. Die maximale Schwankungsbreite beträgt 3,1 Prozent in beide Richtungen. Der Vertrauenssaldo errechnet sich als Differenz der Prozentwerte „vertraue“ minus „vertraue nicht“.

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