Ohne Suppenschüssel

Größer & praktischer: Alles über den neuen Mini

Motor
18.11.2013 17:43
Im kommenden Frühjahr kommt der neue Mini auf den Markt, die dritte Generation unter BMW-Regie. Künftig präsentiert sich der Lifestyle-Kleinwagen größer, geräumiger, sparsamer und sicherer. Und auch der Innenraum scheint das bisher nicht immer eingelöste Premium-Versprechen nun endlich ernst zu nehmen. Premiere hat der Dreitürer nun am Stammwerk in Oxford gefeiert, anschließend macht er sich zu den Messen in Tokio und Los Angeles auf.
(Bild: kmm)

Mit mittlerweile 3,82 Metern Länge hat der Neue rund zehn Zentimeter zugelegt, von der ersten Generation unter BMW-Ägide trennen ihn bereits fast 20 Zentimeter. Obwohl der Radstand nur knapp drei Zentimeter wächst, soll der Fond des Viersitzers nun deutlich geräumiger ausfallen und einen bequemeren Einstiegs ermöglichen. Der Gepäckraum misst nun 211 Liter und übertrifft den des Vorgängers um stolze 51 Liter. Erstmals wird er Mini auch als Viertürer zu haben sein.

Auf das Erscheinungsbild hat das Wachstum nur geringen Einfluss. Es bleibt beim typischen Nostalgie-Chic mit runden Scheinwerfern, ebenem Dach und kurzen, knackigen Überhängen. Die Blechflächen sind jedoch – vor allem an den Seiten - stärker konturiert, die umlaufende schwarze Karosserieumrandung ist breiter und auffälliger geworden. Deutlich entrümpelt wurde der Innenraum: Tacho und Drehzahlmesser sind nun in einem klassischen Rundinstrument zusammengefasst, in der "Suppenschüssel" finden sich nun nur noch Komfort- und Infotainment-Anzeigen. Insgesamt wirkt das Cockpit auf den ersten Blick solider und weniger plastikhaft als das verspielte Ensemble des Vorgängers, ohne jedoch seine Originalität aufzugeben.

Alle Motoren von BMW
Erstmals hat BMW alle Triebwerke für den Mini selbst entwickelt, vor allem weil sie künftig auch in den neuen Einstiegsmodellen der Muttermarke zum Einsatz kommen sollen. In der Vorgängergeneration hatte man die Benziner noch gemeinsam mit PSA entwickelt, um Kosten zu sparen. Zum Marktstart der dritten Generation stehen zunächst ein 136 PS starker 1,5-Liter-Dreizylinder-Turbo für den Cooper und ein 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbo mit 192 PS für den Cooper S zur Verfügung. Diesel-Fans können einen 1,6-Liter-Motor mit 116 PS wählen (Cooper D). Für die Kraftübertragung sind neue Schalt- und Automatikgetriebe mit sechs Gängen vorgesehen. Die Triebwerke bieten besser Fahrleistungen, sollen aber um bis zu 27 Prozent sparsamer sein als die Vorgänger.

Adaptives Fahrwerk, Head-up-Display etc.
Komplett neu ist zudem das Fahrwerk, das künftig wie schon die Motoren auch bei den neuen Einstiegsmodellen von BMW zum Einsatz kommen soll. Erstmals im Programm ist eine dynamische Dämpferverstellung, die dem Fahrer die Wahl lässt, ob er es klassisch straff oder lieber komfortabel mag. Kombiniert wird das mit einem bereits aus BMW-Modellen bekannten "Fahrerlebnisschalter", bei Mini "Driving Modes" genannt, der die Einstellungen von Lenkung und Gaspedal zwischen sportlich und sparsam/komfortabel variiert. Automatik-Modelle können so sogar in einem Segel-Modus bewegt werden, der den Antriebsstrang kurzzeitig von den Rädern abkoppelt, um Kraftstoff zu sparen.

Bei den Assistenzsystemen legt der Mini ebenfalls zu. Erstmals ist nun beispielsweise ein Head-up-Display zu bekommen, allerdings nicht die von BMW bekannte Version mit Einspiegelung in die Windschutzscheibe. Auch Notbremsassistent, automatisch abblendendes Fernlicht, Verkehrszeichenerkennung und Parkassistent stehen nun auf der Optionsliste. Premiere in der kleinen Klasse feiern mit dem Mini außerdem LED-Scheinwerfer.

Der neue Dreitürer ist nur der Startschuss für den Modellwechsel bei der BMW-Tochter. Auch die anderen Derivate werden nach und nach auf die neue Technik umgestellt. Erstmals wird es den Mini wie gesagt auch als Fünftürer geben, ob die Nischenmodelle Coupé und Roadster erneut aufgelegt werden, ist aber fraglich.

Am 15. März 2014 wird der neue Mini in Österreich eingeführt: Der Cooper startet bei 19.990 Euro, das Einstiegsmodell One kostet dann 17.750 Euro. Der günstigste Diesel ist ab 19.690 zu haben, für den Spaßbolzen Cooper S werden mindestens 25.290 Euro fällig.

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(Bild: kmm)



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