Wer sich für einen digitalen Camcorder interessiert, hat die Qual der Wahl. Derzeit sind fünf verschiedene Systeme am Markt erhältlich: Digital-8, DVD, MINI-DV sowie Modelle mit Speicherkarte und Mini-Festplatte. Die Preise reichen dabei von 350 bis 1400 Euro. "Konsument"-Technikexperte Paul Srna rät: "Die billigen Basismodelle sollte man eher meiden, erst ab der mittleren Preisklasse bekommt man eine vernünftige Ausstattung."
In der Werbung klingen DVD-Modelle am verlockendsten: Aufzeichnen, herausnehmen, wiedergeben. So einfach wie versprochen ist es jedoch bei DVD-Camcordern aufgrund mangelnder Kompatibilität nicht immer: Nicht jedes externe Geräte kann die Videoaufzeichnung lesen und auch so manche PC-Schnittsoftware hat damit Probleme.
Gold und Silber für Panasonic
Aber auch die anderen modernen Systeme haben ihre Schwächen. So sind etwa Digital-8-Geräte relativ groß und schwer, die Bildqualität ist nur "durchschnittlich". Srna rät: "Wer auf Nummer sicher gehen möchte, greift derzeit am besten zu Mini-DVs. Deren Kassetten haben eine maximale Laufzeit von 60 Minuten und eignen sich gut zur längerfristigen Archivierung der Originalaufnahmen." Im "Konsument"-Test gehen Gold und Silber an zwei Mini-DV-Camcorder von "Panasonic", für die man aber 950 bzw. 1250 Euro auslegen muss.
Camcorder kein Ersatz für Digitalkameras
"Digitale Camcorder sind kein Ersatz für die Digitalkamera. Die Qualität der mit Camcordern geschossenen Fotos liegt deutlich unter jener herkömmlicher Digitalkameras", informiert Srna und rät, sich vor dem Kauf gut zu überlegen, für welche Zwecke das Gerät vorwiegend eingesetzt werden soll.
Unzureichende Gehäuse
Bei allen Geräten zeigt sich, dass bedingt durch die immer kleineren Gehäuse die mechanische Stabilität eher schlechter geworden ist. Die Tonqualität leidet unter mechanischen und elektrischen Störungen, Abhilfe schafft zum Teil ein externes Mikrofon. Menüführung und Touchscreen sollte man vor dem Kauf unbedingt ausprobieren.
Die detaillierten Ergebnisse der 40 getesteten Camcorder gibt’s zum Nachlesen in der "Konsument"-November-Ausgabe oder unter www.konsument.at
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