Paukenschlag beim Liese-Prokop-Memorial! Die 26-jährige Vorarlbergerin Isabel Posch verbesserte den 23 Jahre alten rot-weiß-roten Rekord über die 100 Meter! Mit ihrem Rekordlauf sicherte sich Posch auch ein Fix-Ticket für die Europameisterschaft in Birmingham im August.
Wie sehr sich die Zusammenarbeit mit ihrem neuen Trainer Christian Gutgsell auszahlt, die seit vergangenem Sommer besteht, hatte Isabel Posch bereits in der Halle bewiesen. Dort konnte sie sich über die 60 Meter massiv steigern und schaffte auch die Qualifikation für die Hallen-WM im polnischen Torun, wo sie als 28. den Einzug ins Halbfinale nur hauchdünn verpasste.
Bereits in der Halle top
Dass die ehemalige Siebenkämpferin auch über die 100 Meter Großes vorhat, war kein Geheimnis. Der Saisonstart verlief gut. Beim Pfingstmeeting in Villach blieb die Studentin der Ernährungswissenschaften noch 0,05 Sekunden über ihrer – im Vorjahr aufgestellten – Bestzeit von 11,43 Sekunden. Die unterbot sie aber wenig später bei einem Meeting in Basel, wo sie in 11,39 Sekunden auch einen neuen Vorarlberger Landesrekord markierte. „Das gibt viel Selbstvertrauen und ich weiß, wenn ich guten Wind habe, kann ich eine richtige gute Zeit laufen“, sagte Posch danach.
Zweite im Vorlauf
Doch das, was die Universiade-Goldmedaillengewinnerin im Siebenkampf von 2023, am Donnerstag beim Liese-Prokop-Memorial ablieferte, war nicht zu erwarten. In ihrem Vorlauf belegte sie in 11,41 Sekunden Rang zwei hinter der Deutschen Rebekka Haase.
Unfassbare Steigerung
Im Finale bei einem Rückenwind von regulären 0,9 Sekunden „explodierte“ die 26-Jährige im Windschatten der Tschechin Karolina Manasova (11,01) und Haase (11,04) regelrecht, verbesserte ihre persönliche Bestmarke um unglaubliche 29 Hundertstel und lief in 11,10 Sekunden sensationell neuen österreichische Rekord. Den hatte seit 23 Jahren Karin Mayr-Krifka gehalten, die am 9. August 2003 in Salzburg-Rif 11,15 Sekunden gelaufen war.
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