Dreitägige Attacke

Hackerangriff auf Bank Austria – Justiz ermittelt

Web
08.05.2013 13:46
Die Bank Austria ist Opfer einer groß angelegten Hackerattacke geworden. Der Vorfall ereignete sich bereits am Wochenende, wie die Bank am Mittwoch mitteilte. Gehackt und eingesehen wurden demnach Aktivitäten-Protokolle von Onlinebankkunden. Laut Bankchef Willibald Cernko habe es jedoch "zu keiner Zeit eine Möglichkeit gegeben, auf Kundendaten zuzugreifen oder Abbuchungen durchzuführen". Die Bank hat die Aufsicht informiert und schaltet nun die Staatsanwaltschaft ein.

Wie viele der 700.000 Onlinebankkunden der Bank Austria von dem Angriff betroffen sind, will die Bank nicht öffentlich bekannt geben, um den Cyberkriminellen keine auswertbaren Hinweise zu geben. Es sei schon eine signifikante Zahl, hieß es. Überhaupt hält sich die Bank mit Details zurück, weil die forensischen Ermittlungen seit dem Wochenende laufen. Über die Motive - Spionage, Sabotage - will die Bank auch nicht spekulieren.

"Das war ein krimineller Akt, wir verfolgen das mit aller Härte", sagte Cernko. "Wir werden natürlich Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstatten. Die FMA haben wir natürlich auch informiert." Kunden, deren Protokolle gehackt wurden, würden direkt benachrichtigt. Außerdem erhalten Betroffene beim Login eine automatische Benachrichtigung über die Attacke. Wer diese Mitteilung nicht sieht, ist auch nicht betroffen.

Bank: Angriff mit einigem Aufwand betrieben
Allen Internetbankkunden empfiehlt Cernko, in den nächsten Tagen und Wochen besonders aufmerksam zu sein. Sollte doch etwas passiert sein, würde jeder einzelne Betroffene natürlich schadlos gehalten, das verstehe sich von selbst.

Über den Verlauf wollte die Bank nur sagen, dass der Angriff mit einigem Aufwand betrieben worden sei und "international" daherkam: über zwei verdeckte IP-Adressen in Frankreich und den Niederlanden. Der Zugang sei über einen Server in Deutschland erfolgt. Zu keinem Zeitpunkt während der insgesamt dreitägigen Attacke vom 4. bis 6. Mai habe es einen Zugriff auf interne Bankserver gegeben, versicherte Cernko. Für die Bank Austria war es der erste Angriff dieser Art.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Web
08.05.2013 13:46
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt