Eine Premiere in der Transporter-Klasse ist der serienmäßige Seitenwind-Assistent, der eine Zusatzfunktion des elektronischen Stabilitätsprogramms ESP ist. Registrieren die Sensoren plötzlich auftretenden starken Seitenwind – etwa auf Brücken oder beim Überholen eines Lkws –, bremst die Elektronik blitzschnell einzelne Räder ab, sodass das Fahrzeug in der Spur bleibt. Eine ähnliche Technik setzt Daimler bereits bei den Pkws der B-Klasse ein.
Ergänzt wird das Assistenten-Programm von einem erstmals bei Transportern eingesetzten Abstandswarner mit Notbremsfunktion und einem Totwinkel-Assistenten. Beide Helfer sind allerdings nur gegen Aufpreis zu haben. Das gilt auch für die erstmals im Sprinter eingesetzten Assistenten für Spurhalten und Fernlicht.
Beim Motorenprogramm vollzieht Daimler bereits die Umstellung auf Euro VI. Möglich wird das unter anderem durch den Einsatz eines SCR-Katalysators mit Ad-Blue-Harnstoffeinspritzung bei den Dieselmotorisierungen. Neben den Vier- und Sechszylinder-Selbstzündern mit 95 bis 190 PS gibt es auch wieder einen 1,8-Liter-Vierzylinderbenziner mit 156 PS, der auch in einer Erdgas-Version aufgelegt wird.
Auch am Design des Sprinters wurde Hand angelegt. So tritt die Front nun dank neuer Scheinwerfer und einem geänderten Kühlergrill im Stil des Lieferwagens Citan auf, kleinere Änderungen gibt es auch am Heck.
Bestellbar ist der geliftete Sprinter ab Juni, die Auslieferungen starten im September. Gebaut wird der Sprinter weiterhin unter anderem in den Werken in Ludwigsburg und Düsseldorf. Dort rollt er gemeinsam mit dem baugleichen VW Crafter vom Band. Dieser soll übrigens kein Lifting erhalten, im Laufe der kommenden Monate aber mit zusätzlichen Sicherheitssystemen aus dem Sprinter-Programm aufgerüstet werden.
Generell scheint die Ehe Mercedes-VW im Transporter-Geschäft vor dem Aus zu stehen. Die offizielle Kooperation läuft 2016 aus. Für die Zeit danach denkt VW darüber nach, ein selbst entwickeltes Nutzfahrzeug oberhalb der T5-Klasse ins Programm zu nehmen.
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