Von wegen „verbrannt lang her“: Mit dem kommenden CLA nimmt Mercedes zwar weiter Kurs Richtung E-Mobilität. Das schließt aber einen neuerlichen Ausflug in die alte Verbrenner-Welt nicht aus. Und mehr als das: Die Verbrenner-Entwicklung ist noch nicht zu Ende.
Mercedes-Benz hat Details zum neuen Benzin-Einstiegsmotor M 252 verraten, der als Mitglied einer neuen, vielseitig einsetzbaren Motorenfamilie (Family of Modular Engines) an den Start gehen wird.
Der M 252 ist ein 1,5-Liter-Vierzylinder mit 48-Volt-Mildhybridtechnik. Der Ottomotor, dessen Brennverfahren auf dem Miller-Zyklus basiert, wird in den Leistungsstufen 136 PS, 163 PS und 190 PS zu haben sein. Hinzu kommt eine elektrische Antriebsleistung von 20 kW/27 PS und 85 Nm Drehmoment. Die Kraftübertragung erfolgt über das neue Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe 8F-eDCT. Neben Front- wird es auch Allradantrieb geben.
Der vorne quer eingebaute Vierzylinder soll wenig Bauraum beanspruchen. Unter anderem bilden Elektromotor, Wechselrichter und Getriebe eine kompakte Einheit. Der vom E-Motor erzeugte Strom wird in einer unterm Fahrersitz untergebrachten 48-Volt-Lithium-Batterie mit einer Kapazität von bis zu 1,3 kWh gespeichert.
Der Elektromotor unterstützt den Benzinmotor im unteren Drehzahlbereich. Im Stadtverkehr soll er rein elektrisches Fahren sowie bis zu einer Geschwindigkeit von 100 km/h auch elektrisches Segeln ermöglichen. Die Rekuperation erfolgt im Zusammenspiel mit allen acht Gängen. Darüber hinaus dient der Elektromotor als Antrieb für eine Start-Stopp-Funktion, die für die Insassen nahezu unmerklich arbeiten soll. Dank einer neuartigen Dämmung soll der M 252 insgesamt sehr leise sein.
Als weitere technische Besonderheiten nennt Mercedes ein Vollaluminium-Kurbelgehäuse mit Nanoslide-Technologie und einen Zylinderkopf mit teilintegriertem Krümmer sowie einen Turbolader mit Segmentturbine.
Erstes Modell mit dem in China gefertigten M 252 wird die Neuauflage des CLA sein, die im Sommer 2025 zunächst mit rein elektrischem Antrieb auf den Markt kommt. Wenige Monate später, voraussichtlich Anfang 2026, wird den Kunden alternativ auch der Euro-7-konforme Benziner angeboten.
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