Ganz der Alte

Bentley Flying Spur: Neuauflage des 12-Zylinder-Schiffs

Motor
01.03.2013 22:37
Das ist auch eine Form von britischem Understatement: Bentley legt seine Limousine Flying Spur in zweiter Generation auf – und wirkt äußerlich fast unverändert. Allerdings präsentiert sich die Luxuslimousine mit komplett neuer Karosseriestruktur und erstarktem Zwölfzylinder. Auf dem Genfer Salon (7. bis 17. März) feiert sie Weltpremiere.

Anders als das Coupé GT und das Cabrio GTC trägt der luxuriöse Viertürer künftig nicht mehr das Namens-Präfix "Continental" in der Modellbezeichnung. Mit seinen beiden Geschwistern gemeinsam hat die Limousine aber den konservativen Ansatz beim Design. Denn hier wie da sieht die neue Generation fast exakt aus wie die alte. Lediglich die Heckleuchten sind nun horizontal statt vertikal angeordnet, ein paar Linien sind schärfer akzentuiert, einige Flächen schwungvoller gewölbt. Und am vorderen Kotflügel findet sich nun ein neuer Lufteinlass.

Unter dem Blech hat sich deutlich mehr getan. So wurde die Frontstruktur an neue Vorgaben zum Fußgängerschutz angepasst und die gesamte Karosserie steifer gemacht, um die Crashsicherheit zu verbessern. Bei Türen und Kofferraumdeckel soll die Passgenauigkeit weiter erhöht worden sein.

Überarbeitet präsentiert sich auch der seinerzeit aus dem VW Phaeton übernommene W12-Benziner. Aus 6,0 Liter Hubraum schöpft das Biturbo-Triebwerk nun 625 PS und toppt damit sogar die besonders kräftige "Speed"-Version des Vorgängers um 15 PS. Das Drehmoment liegt nun bei 800 Nm und wird über eine von sechs auf acht Gänge erweiterte Automatik permanent an alle vier Räder geleitet. In 4,3 Sekunden ist die 100-km/h-Marke erreicht, Schluss mit der Beschleunigung ist erst bei 322 km/h. Als Verbrauch gibt der Hersteller 14,7 Liter an, der Vorgänger benötigte noch 16,6 Liter.

Nach der nun vorerst abgeschlossenen Erneuerung der Modellpalette könnte bald ein Ausbau des Programms folgen. Laut einem Bericht des "Handelsblatt" will Bentley ab 2015 erstmals ein Luxus-SUV anbieten. Der möglicherweise "Falcon" genannte Allradler basiert auf der Studie EXP 9 F und soll mit einem rund 600 PS starken Zwölfzylindermotor ein neues SUV-Segment oberhalb von Porsche Cayenne und Audi Q7 begründen. Als Einstiegspreis werden rund 200.000 Euro gehandelt, zuzüglich österreichspezifischer Abgaben.

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