Das Justizministerium hatte Apple, Macmillan und vier weitere Buchverlage im April vergangenen Jahres angeklagt, unerlaubte Preisabsprachen beim Verkauf von E-Books über Apples iBookstore getroffen zu haben. Die vier anderen beschuldigten Verlage hatten sich bereits mit der Kartellbehörde geeinigt.
"Wir haben dem Vergleich zugestimmt, weil die möglichen Strafen im Falle eines negativen Ausgangs ein zu hohes Risiko darstellten", schrieb Macmillan-Chef John Sargent in einem Blogeintrag. Zu Anfang des Prozesses hatte er eine Einigung noch ausgeschlossen. Er betonte jetzt, dass Macmillan "nichts falsch gemacht" habe.
Das Einlenken erklärte er mit einer Kettenreaktion: Durch die Einigungen der anderen Verlage mit der Kartellbehörde sei das Risiko für Macmillan zu groß geworden. Macmillan wäre mit möglichen Schadenersatzzahlen konfrontiert gewesen, "die mehr als den Gesamtwert unserer Firma" ausmachten.
Konsumenten zahlten mehr
Zum Start von Apples E-Book-Plattform im Frühjahr 2010 waren die Verlage zu einem Modell gewechselt, bei dem im US-Markt sie und nicht die Händler den Preis der E-Books bestimmen durften. Die US-Kartellwächter warfen den Unternehmen vor, dabei unerlaubte Preisabsprachen getroffen zu haben. Das hätte die E-Books für Verbraucher verteuert, statt 9,99 Dollar hätten sie häufig 12,99 oder 14,99 Dollar zahlen müssen.
Prozess gegen Apple im Juni
Macmillan muss nun Rabattaktionen und niedrigere Preise für seine Werke zulassen. Übrig bleibt nach den Vergleichen der Buchverlage das Hightech-Unternehmen Apple: Der Prozess gegen den kalifornischen Konzern soll im Juni beginnen.
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