Echt verschärft

Dickes PS-Plus für die Super-E-Klasse E 63 AMG

Motor
10.01.2013 18:22
Die Mercedes-E-Klasse wird nachgeschärft – in besonderem Maße trifft das auf die AMG-Version zu: Sie bekommt neben den optischen Updates eine kräftige Leistungskur verpasst und wird wahlweise mit Allradantrieb zu haben sein.

Zunächst kommt im April der E 63 AMG mit dem traditionellen Hinterradantrieb auf den Markt. Unter der Motorhaube arbeitet der bekannte 5,5-Liter-V8-Biturbobenziner, der nun auf 557 PS kommt und damit 32 PS stärker ist als zuvor. Dazu erhält die Limousine analog zu den Standardmodellen ein stark überarbeitetes Design mit neuen Scheinwerfern, geänderter Motorhaube und modifizierter Seitenansicht sowie neue Assistenzsysteme. 

Ab Sommer kann der E 63 AMG dann erstmals auch in der Allradversion 4MATIC geordert werden, beim Kombi ist die Traktionshilfe ab sofort standardmäßig an Bord. Die Motorkraft wird dabei heckbetont im Verhältnis 33 zu 67 zwischen den Achsen verteilt und von einem neu programmierten ESP-System mit Torque-Vectoring-Funktion in Zaum gehalten. Die Software ermöglicht über gezielte Bremseingriffe an einzelnen Rädern ein besonders aktives Fahrverhalten in der Kurve. Durch das Abbremsen des kurveninneren Rades etwa wird Untersteuern verhindert. Für die Kraftübertragung sorgt wie gehabt die von AMG entwickelte Siebengang-Speedshift-Automatik. 

Bei der Beschleunigung schlägt die Allradversion dank des stärkeren Grips den E 63 mit Hinterradantrieb knapp. Tempo 100 ist nach 3,7 Sekunden erreicht, 0,5 Sekunden schneller als bei der Standardversion. Den Kraftstoffverbrauch des Allradlers gibt der Hersteller mit 10,3 Liter an – das sind 0,5 Liter mehr als beim Modell mit nur einer angetriebenen Achse. Die Höchstgeschwindigkeit ist in beiden Ausführungen elektronisch auf 250 km/h limitiert.

S-Modell statt Performance Package
Das Tempo-Limit gilt auch für die neue Top-Variante namens S-Modell, die als eigenständige Variante an die Stelle des bisher über die Ausstattungsliste angebotenen Performance Package tritt. Sie steht sowohl für die Limousine als auch für den Kombi zur Verfügung und ist immer an den neuen Allradantrieb gekoppelt. Der V8-Biturbomotor leistet dort 585 PS, soll aber nicht mehr verbrauchen als in der schwächeren Allradvariante. Dafür geht es mit 3,6 Sekunden etwas schneller auf Tempo 100. Auch beim Fahrverhalten soll die neue Spitzenversion dank eines Sperrdifferentials an der Hinterachse zulegen. Äußerlich gibt sich das S-Modell unter anderem durch Karosserieapplikationen in Schwarz und Chrom, andere Seitenschweller und eine spezielle Abgasanlage mit Doppelendrohren zu erkennen. 

Preise nennt der Hersteller noch nicht. Der aktuelle E 63 AMG ist ab 125.920 Euro zu haben. 

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