Mo, 16. Juli 2018

Lichtverhalten

20.12.2012 10:07

ÖAMTC-Test: Was taugen moderne Lichtsysteme?

Die Zeiten, als Autos nur mit Abblend- und Fernlicht ausgestattet waren, gehören der Vergangenheit an. Heute gehört es schon zum guten Ton, in Sachen Licht mit Technologie aufzutrumpfen. Die Bandbreite reicht von Kurven- und Abbiegelicht über automatisch der aktuellen Fahrsituation angepasste Lichtverteilung bis hin zu Fernlichtassistenten. Der ÖAMTC und seine Partnerclubs haben solche intelligenten Lichtsystemen in acht Autos der unteren Mittelklasse getestet.

Testsieger ist der VW Golf mit adaptivem Xenonlicht und dynamischen Fernlichtsystemen. "Er war zwar in keiner Einzeldisziplin der Beste, schnitt aber überall gut ab", erläutert ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. Knapp dahinter folgt der 1er BMW, bei dem ebenfalls keine groben Schwächen erkennbar waren. Lediglich der Fernlichtassistent arbeitet beim Golf etwas feinfühliger.

Mit etwas größerem Abstand zur Spitze reihen sich Audi A3 und die A-Klasse von Mercedes hinter dem BMW ein. Der Mercedes liefert zwar die beste Ausleuchtung und kann auch beim Kurvenlicht überzeugen, der Fernlichtassistent funktioniert jedoch nicht ganz so gut. Beim A3 ist es umgekehrt - der Fernlichtassistent ist sehr sensibel, dafür gibt es in den anderen Bereichen etwas schwächere Ergebnisse.

Auch Opel Astra und Renault Mégane schneiden nicht viel schlechter ab. Der Astra hat Vorteile bei Abblendlicht und adaptiver Lichtverteilung, der Mégane bietet den besseren Fernlichtassistenten. "Der Volvo V40 hat keine ausgefeilten Lichtprogramme, verfügt dafür aber über den besten Fernlichtassistenten im Test. Am Ende der Ergebnistabelle reiht sich der Ford Focus ein, der nicht mit Kurvenlicht ausgestattet ist und dessen Fernlichtassistent im Test teilweise falsch reagiert hat.

Gutes Licht kann Unfälle verhindern
Bei Dunkelheit und Dämmerung ereignen sich verhältnismäßig viele Unfälle, weil Fahrzeuge von der Straße abkommen. Außerdem verunglückten 2011 auf Österreichs Straßen 733 Fußgänger und Radfahrer bei Dunkelheit oder Dämmerung, für 41 von ihnen kam jede Hilfe zu spät. "Der ÖAMTC-Test zeigt, dass allein die Verwendung von Xenonlicht anstelle von Halogenscheinwerfern für deutlich bessere Sicht sorgt. Schon durch diese Ausstattung könnte eine Vielzahl an Unfällen verhindert werden", erklärt Kerbl.

Fernlichtassistenten lassen zu wünschen übrig
Fernlichtassistenten erkennen mittels Kamera entgegenkommende oder vorausfahrende Fahrzeuge. Je nach Abstand wird das Fernlicht stufenweise verringert oder ganz abgeblendet. Hier ortet Kerbl den größten Verbesserungsbedarf: "Teilweise reagierten die Systeme im Test überhaupt nicht, manchmal wurde erst sehr spät auf- bzw. abgeblendet. Wenn das passiert, können andere Verkehrsteilnehmer stark geblendet werden, wodurch gefährliche Situationen entstehen können."

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