Wahnsinnig teuer

Eterniti Artemis: “Super-SUV” auf Cayenne-Basis

Motor
17.11.2012 19:05
Der Porsche Cayenne ist vielen gut betuchten Kunden noch nicht exklusiv genug. Das zumindest vermutet der britische Kleinserienhersteller Eterniti und bietet eine eigene Version des SUVs an. Der Eterniti Artemis will das höhergelegte Äquivalent zu einem Supersportwagen sein - "Super-SUV" nennt der britische Kleinserienhersteller sein nun erstmals in der Serienversion vorgestelltes Modell.

Vor einem Jahr zeigten die Briten ihr geplantes Auto erstmals der Öffentlichkeit: Auf der IAA in Frankfurt stand es mit geschwärzten Scheiben, einen Innenraum gab es noch nicht, und auch die Motorhaube blieb geschlossen. Damals hieß der Wagen auch noch nicht Artemis, sondern Hemera, 630 PS wurden versprochen.

Jetzt ist das Über-SUV fertig. Unter dem Blech des bulligen Allradlers steckt allerdings keine eigene Technik, sondern ein Porsche Cayenne. Diesen hat man optisch mit einem Citroen DS4 oder einem Seat Leon Cupra gekreuzt, und auch sonst ein bisschen in die Effektkiste gegriffen.

So gibt es nun einen extraweit aufgerissenen Grill im Jaguar-Stil, große Lufteinlässe in der Motorhaube und vertikale Luftauslässe am Heck. Im Innenraum finden sich gestepptes Leder, Lammwollteppiche und ein übergroßes Markenlogo auf dem Lenkradtopf. Zur Ausstattung zählen klimatisierte Rücksitze, iPad-Anschluss und ein Getränkekühler mit Kristallgläsern. 

Der Motor des Artemis stammt vom Porsche Cayenne Turbo, wo er 500 PS (bzw. 550 PS im Cayenne Turbo S) leistet und wurde noch einmal kräftig gedopt. Acht Zylinder, 4,8 Liter Hubraum und zwei Lader sind für 600 PS gut. Der Spurt von null auf Tempo 100 ist in 4,5 Sekunden absolviert, die Höchstgeschwindigkeit soll bei 290 km/h liegen. Beide Werte sind leicht besser als beim Teilespender. 

Die Cayenne-Technik wird nicht direkt bei Porsche eingekauft, sondern bei Händlern der Marke. Wohl mit ein Grund, dass der luxuriöse Allradler rund 300.000 Euro plus Steuern kosten soll, wenn er ab nächstem Jahr verkauft wird – dreimal so viel wie ein Porsche Cayenne Turbo. Der anvisierten Kundschaft des Super-SUVs könnte das egal sein, sie sitzt vor allem im Nahen Osten und in Asien. Dort sollen in Kürze eigene Standorte entstehen, bislang existiert lediglich ein Händler in London. Wie viele Autos gebaut und verkauft werden sollen, sagt Eterniti nicht.

Und bitte wer steckt hinter dem Eterniti Artemis?
Das Entwicklungsteam leitet der ehemalige Jaguar- Entwickler Alastair Macqueen. Er war seinerzeit verantwortlich für die Entwicklung des Jaguar XJ220 und hat das 24-Stunden-Rennen von Le Mans sowohl auf Jaguar als auch auf Bentley gewonnen. Weiteres Renn-Knowhow bringt Ex-Formel-1-Fahrer Johnny Herbert mit, der an der Entwicklung der Eterniti-Modelle beteiligt ist und als Markenbotschafter auftritt.

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