Fr, 22. Juni 2018

Google lenkt ein

17.10.2012 08:50

Virenscanner soll Malware im Play Store eindämmen

Malware auf Mobilgeräten wird langsam zu einem echten Problem. Das hat nun auch die US-amerikanische Bundespolizei FBI erkannt und über das von ihr betriebene Internet Crime Complaint Center eine Warnung vor den beiden Android-Würmern Loozfon und FinFisher, von dem es auch Varianten für andere Betriebssysteme gibt, ausgesprochen.

Google arbeitet offenbar bereits daran, das Malware-Problem zu lösen. In einer bisher noch nicht veröffentlichten Version des Play Store wurden im Quellcode Hinweise darauf gefunden, dass die Einbindung einer Anti-Malware-Lösung bevorsteht. Es könnte sich hierbei um ein erstes Ergebnis der erst kürzlich bekannt gegebenen Übernahme des Security-Unternehmens VirusTotal durch Google handeln. Schon jetzt werden die im Play Store verfügbaren Apps vom Betreiber auf Schadcode untersucht, die Einführung eines zusätzlichen Scanners am Endgerät soll das Risiko weiter reduzieren.

Android ist beliebtes Angriffsziel
Googles Offensive gegen Cyberkriminelle kommt zum richtigen Zeitpunkt. Der Security-Spezialist McAfee hatte erst vergangenen Monat festgestellt, dass Android zu den Lieblingszielen der Autoren von Schadsoftware zählt. "Fast alle Mobil-Malware richtet sich gegen die Android-Plattform. Die Mischung enthält SMS verschickende Anwendungen, mobile Botnetze, Spyware und zerstörerische Trojaner", steht im McAfee Threat Report für das zweite Quartal 2012.

Malware wie Loozfon oder FinFisher können tatsächlich beträchtliche Schäden anrichten. Während ersterer insbesondere auf den Diebstahl von Nutzerdaten spezialisiert ist, ist FinFisher eine waschechte Spyware, die auch die Kontrolle über einzelne Teile des Telefons übernehmen kann. Diesen Schädling gibt es übrigens auch in Versionen für iOS, Blackberry, Windows Mobile und Symbian, er kann also auch für nicht mit Googles Betriebssystem laufende Geräte gefährlich werden.

FBI gibt Tipps zum Selbstschutz
Bis es Googles Antivirenlösung tatsächlich auf die Endgeräte geschafft hat, dürfte noch ein wenig Zeit vergehen. Bis dahin können sich Besitzer eines Android-Handys bis zu einem gewissen Grad auch selber vor Malware schützen. Das FBI rät dazu, nicht benötigte Funktionen zu deaktivieren, um nicht so viel Angriffsfläche zu bieten. Auch die Nutzung von Passwörtern und – wenn vorhanden – Verschlüsselungslösungen wird empfohlen.

Außerdem sollte man bei der Installation von Apps vorher Informationen über den Anbieter einholen, die von den Anwendungen verlangten Berechtigungen prüfen und darauf verzichten, Anwendungen aus unbekannten Quellen zu installieren. Regelmäßige Updates, das Meiden unbekannter WLAN-Netzwerke und der Verzicht auf das Entsperren des Gerätes werden ebenfalls empfohlen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann zudem die mobilen Varianten bekannter Antiviren-Tools auf sein Android-Smartphone installieren. Viele bekannte Security-Unternehmen wie AVG, avast, McAfee, Symantec oder Trend Micro bieten diese gratis im Play Store an.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.