1.500 Tankstellen wurden nun erneut von der AK überprüft. Ihr Urteil: Die Österreicher leiden noch immer unter den höchsten Spritpreisen aller Zeiten. AK-Energie-Profi Dominik Pezenka rechnet vor: "Im Vergleich zum September 2009 - da begann der kontinuierliche Preisanstieg an den Tankstellen - kostet nun ein Liter Diesel um 47 Cent mehr. Das bedeutet ein Preis-Plus von 48 Prozent."
Auf Autobahnen um bis zu 7,4 Prozent teurer
Ähnlich rasant stiegen auch die Kosten für einen Liter Eurosuper: Die AK dokumentiert eine Teuerung von 42 Prozent. "Besonders heftig sind die Preisaufschläge bei den Autobahn-Tankstellen: Dort müssen Autolenker um bis zu 7,4 Prozent mehr für eine Tankfüllung zahlen als an einer Zapfsäule in der Stadt", rät Pezenka zu einem bundesweiten Boykott der extrem teuren Autobahn-Stationen.
Wiederum belasten die hohen Preise am meisten die Pendler: Für einen Arbeitnehmer, der mit einem Diesel-Pkw täglich 35 Kilometer zur Arbeit fahren muss, verteuern sich die Jahres-Benzinkosten um 150 Euro. "Bei diesen Preisen kann man sich ja das Leben kaum noch leisten, derartige Verteuerungen fressen sämtliche Lohnerhöhungen", fordert AK-Präsident Herbert Tumpel von der Bundesregierung, bei der EU Maßnahmen gegen die Spekulanten voranzutreiben.
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