Leistungstest

PC im Kinderzimmer verbessert Schulnoten

Web
05.07.2005 11:40
Ein Forscherteam der University of Otago (Neuseeland) untersuchte die Auswirkungen des Fernsehens auf Kinder und wies nach, dass bei jenen Fünf- bis Elfjährigen, die am meisten fernsehen, ein positiver Schulabschluss am wenigsten wahrscheinlich war. Schüler, die hingegen einen eigenen PC in ihrem Zimmer stehen haben, hatten im Schnitt bessere Noten...

Kinder, die zwar über einen Fernseher aber keinen Computer in ihrem Zimmer verfügten, haben bei den Tests hinsichtlich der schulischen Fähigkeiten am schlechtesten abschnitten. Kinder ohne Fernseher aber mit Zugang zu einem Computer schnitten am besten ab. Warum, können auch die Wissenschafter nicht genau erklären. Sie vermuten aber, diese Tatsache am ehesten auf PC-Games basiert, die Wissen hinterfragen.

Ähnliche Untersuchung an Kleinkindern
Auch bei Kleinkinder, die zu viel vor den Fernseher sitzen, kann die spätere Lernfähigkeit beeinträchtigen werden, wie eine weitere Untersuchung der University of Otago zeigt. Fernsehen bei Kindern unter dem Alter von drei Jahren wurde mit schlechteren Fähigkeiten beim Lesen und Rechnen bei Sechs- und Siebenjährigen in Zusammenhang gebracht. Die Ergebnisse bestätigen amerikanische Empfehlungen, wonach Kinder unter zwei Jahren nicht fernsehen sollten. Die Erkenntnisse wurden in den Archives of Pediatrics and Adolescent Medicine veröffentlicht. 

Fernsehen hat auch Vorteile
Die Forscher wiesen nach, dass jede Stunde des durchschnittlichen täglichen Fernsehens unter drei Jahren später eine negative Auswirkung auf die Testergebnisse beim Rechnen, Erkennen und Verständnis beim Lesen hatten. Fernsehen schien jedoch bei Drei- bis Fünfjährigen zumindest für das Erkennen beim Lesen und Fähigkeiten im Bereich Kurzzeitgedächtnis von Vorteil zu sein. Das Team um Frederick Zimmerman untersuchte nicht, warum ein Zuviel an Fernsehen schädlich sein könnte.

Die Wissenschafter nannten eine Reihe von möglichen Ursachen. Eine Erklärung geht davon aus, dass durch das Fernsehen weniger Zeit für andere erzieherische oder spielerische Aktivitäten bleibt. Eine andere macht den intensiven visuellen und auditiven Output des Fernsehens für Schäden am sich rasch entwickelnden kindlichen Gehirn verantwortlich. 

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