Burkhard Balz, Vorstand der deutschen Bundesbank, wirbt weiter für einen digitalen Euro. „Dass viele Leute skeptisch sind und den Bedarf hinterfragen, finde ich zu diesem Zeitpunkt des Projektes nachvollziehbar“, sagte Balz in Frankfurt. „Umso mehr müssen wir informieren und überzeugen, welche Vorteile der digitale Euro mit sich bringt.“
Die Euro-Notenbanken wollen mit einer digitalen Variante der europäischen Gemeinschaftswährung privaten Anbietern vor allem aus den USA, die derzeit den Markt für digitale Zahlungen in Europa dominieren, ein europäisches digitales Bezahlangebot entgegensetzen. Noch ist nicht entschieden, ob und wann ein digitaler Euro als Ergänzung zum Bargeld eingeführt wird. Notwendig ist dafür auch eine gesetzliche Grundlage auf EU-Ebene.
„Mit dem Vorschlag der Europäischen Kommission aus dem Juni hat sich der Gesetzgeber aufgemacht, einen rechtlichen Rahmen für den digitalen Euro zu schaffen“, sagte Balz. „Wichtig ist, dass das Eurosystem sich weiter vorbereitet auf eine potenzielle digitale Zentralbankwährung. Ob der digitale Euro am Ende eingeführt wird, obliegt ganz klar dem europäischen Gesetzgeber.“
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