Den ganzen Tag auf einen Paketzusteller gewartet haben wohl schon viele von uns - nur um dann im Briefkasten eine Notiz vorzufinden, versehen mit dem Hinweis, dass leider niemand persönlich angetroffen werden konnte und das Packerl nun bei der kilometerweit entfernten Abholstation hinterlegt wurde. Auch bei der FPÖ kennt man das Problem und will diesem nun mittels Technologie begegnen.
„Dass viele Paketdienstzusteller echte Zustellversuche nur in Ausnahmen durchführen, dürfte mittlerweile fast jedem Österreicher aus eigener Erfahrung bekannt sein“, beklagte FPÖ-Innovationssprecher Gerhard Deimek am Dienstag in einer Aussendung. Seit der Coronapandemie und dem damit verbundenen sprunghaften Anstieg von Homeoffice sei klar, „dass die erwarteten Pakete sehr oft rechtswidrig direkt zu einer Abholstation gebracht werden“, schreibt Deimek und ortet ein „systemisches Versagen vieler Paketzusteller“.
Bisherige Trackingservices laut FPÖ unzureichend
„Zwar bieten die meisten Paketdienste bereits Trackingservices an, allerdings kann der Konsument nie sicher sein, dass diese nicht manipuliert werden. Ähnlich verhält es sich mit den GPS-Daten der Zustellfahrzeuge, die oftmals als Beweise eines Zustellversuches angeführt werden. Natürlich sagen diese Daten nichts darüber aus, ob der Fahrer tatsächlich aus dem Auto gestiegen ist und einen Zustellversuch unternommen hat“, erläutert der oberösterreichische Nationalratsabgeordnete.
Blockchain und Sensoren
Deimek sieht daher die Bundesregierung gefordert, „diesem Unwesen endlich einen Riegel vorzuschieben, um die Bürger vor diesen Geschäftsgebarungen zu schützen“. Technologische Hilfsmittel gäbe es dafür, sie müssten lediglich umgesetzt werden. „Mittels Blockchain kann der Weg eines Pakets manipulationssicher aufgezeichnet und online zugänglich gemacht werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, mittels Sensoren auch die tatsächliche Abgabe des Pakets an der Haustür zu registrieren. Damit könnten Verletzungen der gesetzlich vorgeschriebenen Zustellungspflicht nachgewiesen werden“, ist sich der freiheitliche Technologiesprecher sicher.
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