Ein Großaufgebot an Polizisten, Cobra und die Schnelle Interventionsgruppe stand am Montagnachmittag vor den Türen des Ingeborg-Bachmann-Gymnasiums in Kärnten. Eine Lehrerin hatte über eine App den Alarm ausgelöst.
Werner Pucher bestätigt gegenüber der „Krone“ den Einsatz am Ingeborg-Bachmann-Gymnasium am Montagnachmittag um 15.25 Uhr. „Es stand im Raum, dass dort ein Amok-Lauf ist, also sind wir mit allen verfügbaren Mitteln dorthin gefahren“, berichtet der Polizeisprecher. Damit gemeint sind die Spezialeinheit der Polizei, das Einsatzkommando Cobra und die Schnelle Interventionsgruppe (SIG).
Schließlich wurden die Schüler evakuiert. Doch umsonst, denn schnell wurde Entwarnung gegeben. „Einige Polizisten blieben jedoch noch bis 18.30 Uhr vor Ort, lösten die Schocksituation auf und klärten auf“, äußert sich Pucher zu dem Vorfall. Doch wie wurde der Fehlalarm überhaupt ausgelöst? Die Antwort ist skurril.
Notfall-Kommunikations-App (NoKo-App) schuld
„Ausgelöst wurde der Einsatz durch eine Lehrerin. Sie war zum Zeitpunkt des Auslösens jedoch nicht an der Schule“, weiß Bildungsdirektorin Isabella Penz. Eine Lehrerin soll in ihrer Tasche nach einem Schlüssel gekramt haben und löste dadurch versehentlich den Alarm aus. Denn dieser ging von einer App aus, die als Warnsystem fungiert. „Durch die App wurden Lehrer alarmiert“. Kinder dürften wegen des Aufruhrs schließlich ihre Eltern kontaktiert haben. „Diese wiederum haben die Polizei informiert“, erklärt Isabella Penz.
Die im Schulgebäude anwesenden Lehrkräfte reagierten in dieser Situation äußerst besonnen und vorbildlich und setzten die vorgesehenen Sicherheitsmaßnahmen um.
Isabella Penz, Bildungsdirektorin
Die App ist ein Warnsystem, das in Unternehmen und Organisationen zum Einsatz kommt. „Die Polizei ist damit nicht verbunden“, so Pucher. Durch die App können Push-Nachrichten an das Team, das ebenfalls die App nutzt, gesendet werden – auch wenn das Gerät gesperrt ist.
Eltern von Schülern meldeten den Vorfall der Polizei. „Die im Schulgebäude anwesenden Lehrkräfte reagierten in dieser Situation äußerst besonnen und vorbildlich und setzten die vorgesehenen Sicherheitsmaßnahmen um“, berichtet Penz.
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