Störung der Nachtruhe

Was uns den Schlaf raubt

Gesund Konkret
14.10.2022 17:00

Sie wälzen sich oft stundenlang im Bett und finden keinen Schlaf? Dann Eruieren Sie einmal die „Störenfriede“ und versuchen Sie diese auszuschalten oder zumindest zu reduzieren. Hier erfahren Sie wie.

Zu den wichtigsten äußeren Faktoren zählt etwa Lärm: Für einen erholsamen Schlaf sollte der Lärmpegel nach einer Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Schlafzimmer nicht höher als 30 Dezibel liegen. Bei leicht gekippten Fenstern entspricht das etwa einem Aussen-Schallpegel von 45. Ab 50 (z. B. Straßenverkehr, Fluglärm) schläft man schlechter ein, wacht häufiger auf, und die Schlaftiefe sinkt. Dieser Stress bringt auf Dauer den Organismus und damit auch den Schlafrhythmus komplett aus dem Takt. 

Weniger Erholung, mehr Stresshormone
Wenn ausreichende Entspannung in der Nacht fehlt, reagiert der Körper mit Ausschüttung der Stresshormone Adrenalin und Cortisol. Da diese aber eigentlich für körperliche Reaktion wie Kampf oder Flucht gedacht sind, können die Hormone jetzt Schaden anrichten. Mögliche Symptome: Das Herz pumpt schneller und der Blutdruck steigt. Außerdem wird mehr Insulin ausgeschüttet. Die Immunabwehr sinkt. Dadurch erhöht sich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck, Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.

Wie man sich bettet,so ruht man
Auch die richtige Schlafumgebung ist ausschlaggebend, um erholt aufzuwachen: dazu zählen etwa eine passende Matratze (Probeliegen!), ein dunkles, gut gelüftetes ruhiges Zimmer oder wenn das nicht mögliche ist, einen angepassten Gehörschutz zu verwenden.

Zu den inneren Faktoren, die den Schlaf negativ beeinflussen können, zählen etwa nächtliche Atemaussetzer (Schlafapnoe) oder auch chronisch entzündliche Darmerkrankungen. Viele Patienten etwa mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa leiden unter geringer Schlafqualität. 

Unruhige Beine halten wach
Beim Restless-Legs-Syndrom empfinden Betroffene einen unkontrollierbaren Drang, die Beine zu bewegen. Vor allem wenn sie zur Ruhe kommen, kann es in ihren Beinen zunehmend kribbeln, stechen oder krampfen. Bei Bewegung nehmen diese teils sehr schmerzhaften Symptome ab oder verschwinden ganz. Weil die unruhigen Beine vor allem in Ruhe, abends und nachts auftreten, hindern sie Betroffene daran, ruhig zu schlummern. Um die unangenehmen Empfindungen abzumildern, wandern sie dann oft umher.

Der Wechsel kann schlaflos machen
Das Klimakterium bringt Veränderungen im Organismus. Dabei kann es zum Ungleichgewicht im Hormonhaushalt kommen, der den Schlaf-Wach-Rhythmus beeinflusst. Frauen in den Wechseljahren können deshalb oft schlecht einschlafen und werden nachts häufiger wach. Auch Hitzewallungen, schwitzen und dann frösteln, stören die Nachtruhe erheblich. Depressive Verstimmungen oder Nervosität erschweren ebenfalls das Ein- und Durchschlafen. Hier können Entspannungsrituale (etwa Autogenes Training) helfen, um schneller ins Land der Träume zu kommen.

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