Sie gilt gemeinhin als ausgestorben, doch in einigen Bereichen erfreut sie sich nach wie vor großer Beliebtheit: die Diskette. Einer ihrer Hauptabnehmer: die Luftfahrtindustrie.
Das verrät Tom Persky, Gründer des auf den Verkauf und die Wiederverwertung von Disketten spezialisierten Unternehmens floppydisk.com, vorab in dem Ende November erscheinenden Buch der beiden Autoren Niek Hilkmann und Thomas Walskaar namens „Floppy Disk Fever: The Curious Afterlives of a Flexible Medium“.
„Meine größten Kunden - und der Ort, wo das meiste Geld herkommt - sind die industriellen Anwender“, so Persky. „Das sind Leute, die Disketten benutzen, um Informationen in und aus einer Maschine zu bekommen. Stellen Sie sich vor, es ist das Jahr 1990 und Sie bauen eine große Industriemaschine irgendeiner Art. Sie entwerfen sie so, dass sie 50 Jahre hält, und wollen die beste verfügbare Technologie verwenden.“
Als Beispiel führt Persky die Luftfahrtindustrie an: „Wahrscheinlich ist die Hälfte der heutigen Flugzeugflotte mehr als 20 Jahre alt und verwendet immer noch Disketten in einigen der Avionikgeräte. Das ist ein riesiger Abnehmer“, schildert er. Auch im medizinischen Bereich fänden Disketten nach wie vor Verwendung. Und dann gebe es noch die „Hobbyisten“, die „zehn, 20 oder vielleicht 50 Disketten kaufen“ wollen.
Disketten sorgten erst vor wenigen Wochen für Schlagzeilen, als Japans Digitalminister Taro Kano ihnen den „Krieg“ erklärte. Als Grund führte er an, dass es nach wie vor etwa 1900 behördliche Verfahren gebe, bei denen für die Einreichung von Anträgen und anderen Formularen Disketten, CDs oder auch Mini-Discs verwendet werden müssten.











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