Hat sich aufgespießt

Mann geht 16 Kilometer mit Wanderstock im Körper

Ausland
28.07.2026 18:04
Porträt von krone.at
Von krone.at

In Montana in den USA hat sich am 20. Juli ein dramatischer Wanderunfall ereignet: Ein Krankenpfleger hat sich auf einer Tour mit seinen Freunden selbst mit seinem Wanderstock aufgespießt. Er hat es trotzdem geschafft, sich selbst in Sicherheit zu bringen. Dazu musste der Mann noch 16 Kilometer weiterwandern.

Der 32-jährige David Cifaldi wollte gemeinsam mit zwei Freunden den Granite Peak erklimmen – den höchsten Berg des US-Bundesstaats Montana. In 3600 Metern Höhe rutschte er auf einem Felsen aus und stürzte dabei auf seinen Trekkingstock. Die Spitze durchbohrte seinen Oberkörper komplett.

Wanderstock verfehlte wichtige Organge knapp
In einem Interview mit dem CBS-Nachrichtensender „KVTQ“ sagte er: „Als ich mich umdrehte, wusste ich irgendwie, dass etwas nicht stimmte.“ Die Stange hatte den Mann auf der Seite unterhalb seines linken Arms durchbohrt, war durch seinen unteren Rücken wieder ausgetreten und hatte lebenswichtige Organe nur knapp verfehlt.

Auf Instagram teilt der passionierte Wanderer immer wieder Fotos von seinen Touren:

„Mein ,Krankenpflege-Hirn‘ hat sich aktiviert“
Dass Cifaldi ein ausgebildeter Notfallkrankenpfleger ist, hat sich in der Situation wohl bezahlt gemacht. „Ich konnte den Trekkingstock durch meine Haut spüren“, sagte er. Er habe gewusst, dass dieser nicht tief saß, und er „tief durchatmen konnte.“ In einem anderen Interview mit „Local 12“ aus Montana erklärte er, sein „Krankenpflege-Hirn“ habe sich in diesem Moment eingeschaltet.

Mann absolvierte harte Wanderung mit Stock in seinem Körper
Trotz seiner schweren Verletzungen war sich Cifaldi sicher, dass er es selbst den Berg hinunterschaffen konnte. Also wanderte er mit dem in seinem Körper steckenden Wanderstock noch ganze 16 Kilometer zurück zum Ausgangspunkt. Dabei musste er Schneefelder und Geröllpassagen durchwandern.

„Er hat sich kein einziges Mal beschwert“
Einer von Davids Freunden und Begleitern auf der Wandertour richtete auf „GoFundMe“ ein Spendenkonto für die Finanzierung seiner Krankenhausrechnungen ein. Darin schreibt er, David sei „bemerkenswert guter Laune“ gewesen und habe sich kein einziges Mal beklagt. An einer Stelle der Wanderroute habe er sogar einen seiner Freunde gebeten, vorauszugehen und „andere Wanderer zu warnen, damit keine Kinder die Wunde sehen mussten.“

Fahrt ins Krankenhaus dauerte weitere zwei Stunden
Nachdem Cifaldi den Ausgangspunkt des Wanderwegs erreicht hatte, wurde er zunächst in eine örtliche Klinik gebracht und anschließend von seinen Freunden zwei Stunden lang in ein Krankenhaus in Billings gefahren. Dort entfernten Chirurgen den Pfahl vorsichtig – rund acht Stunden, nachdem der Unfall passiert war. „Ich habe großes Glück gehabt“, sagte Cifaldi später. Hätte sich der Stock ein paar Zentimeter in eine andere Richtung gebohrt, wäre es „eine ganz andere Geschichte“ gewesen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung