Mit Stärke von 7,1

Tsunamiwarnung nach starkem Beben in Japan

Ausland
28.07.2026 11:34
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein schweres Erdbeben hat den Südwesten Japans erschüttert – und unmittelbar danach folgte die nächste Gefahr: Die Behörden warnten die Bevölkerung vor Flutwellen von bis zu einem Meter Höhe. Während Einsatzkräfte die Folgen des Bebens erfassen, gibt es bereits Berichte über Verletzte, Stromausfälle und Nachbeben.

Das Erdbeben der Stärke 7,1 ereignete sich am Dienstag in der Region Kumamoto auf der südwestlichen Hauptinsel Kyushu. Das Epizentrum lag nach Angaben der Behörden in einer Tiefe von zehn Kilometern. Unmittelbar nach den Erschütterungen gab die nationale Wetterbehörde eine Warnung vor Flutwellen von bis zu einem Meter Höhe heraus und rief die Menschen in den betroffenen Küstengebieten zur Vorsicht auf.

Japans Regierungschefin Sanae Takaichi wies ihre Ministerien an, die Lage rasch zu erfassen und alle notwendigen Notfallmaßnahmen einzuleiten.

Mehrere Verletzte und Stromausfälle
Nach ersten Berichten wurden mehrere Menschen verletzt. Beim japanischen Fernsehsender NHK hieß es, bei der Feuerwehr seien zahlreiche Notrufe eingegangen. Zudem gebe es Meldungen über Brände, deren Ursachen und Ausmaß noch überprüft würden.

Besonders stark betroffen ist die Präfektur Kumamoto. Dort fiel nach Behördenangaben in rund 48.000 Haushalten der Strom aus.

Nachbeben und Straßensperren
Kurz nach dem Hauptbeben wurde die Region von mehreren starken Nachbeben erschüttert. Auf Kyushu mussten laut NHK mehrere Autobahnabschnitte – vor allem in der Präfektur Kumamoto – gesperrt werden.

Entwarnung gab es hingegen von den Betreibern der Atomkraftwerke: Japanische Medien berichteten unter Berufung auf diese, dass nach den bisherigen Kontrollen keine Unregelmäßigkeiten an den Anlagen festgestellt worden seien.

Erinnerungen an die Katastrophe von 2016
Für die Menschen in Kumamoto weckt das aktuelle Erdbeben Erinnerungen an die verheerende Katastrophe vor zehn Jahren. Damals hatte ein Beben der Stärke 7,3 die Region erschüttert. Dutzende Menschen kamen direkt ums Leben, Zehntausende mussten zeitweise in Notunterkünften untergebracht werden. Zudem wurden zahlreiche Gebäude schwer beschädigt, darunter auch die berühmte Burg von Kumamoto.

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