Mehrere Fälle von gestohlenen Kennzeichen in Osttirol sorgten in den vergangenen Tagen für Aufsehen. Für Geschädigte ist der Ärger, aber auch der Aufwand groß. Den Tätern droht eine saftige Geldstrafe, im schlimmsten Fall sogar mehr.
In der Nacht auf Montag schlugen in Lienz bislang unbekannte Täter gleich mehrmals zu. Sie stahlen binnen sechs Stunden an genau so vielen Fahrzeugen die hinteren Kennzeichentafeln. Alle Fahrzeuge waren zum Tatzeitpunkt vor der Wohnhausanlage in der Friedensiedlung im Stadtgebiet abgestellt.
Die Polizei in Lienz bittet deshalb um zweckdienliche Hinweise unter der Telefonnummer 059133-7230.
Fälle wie diese kommen leider immer wieder vor. Für die Besitzer der Fahrzeuge heißt es dann jedoch, rasch reagieren, wie das Bundeskanzleramt auf seiner Website informiert. Zunächst sollte der Diebstahl unverzüglich bei der Polizei zur Anzeige gebracht werden. Dies gilt auch, wenn der Diebstahl im Ausland erfolgt ist.
Die neuen Kennzeichentafeln sollten innerhalb einer Woche nach Verlust oder Diebstahl beantragt werden.
Das Bundeskanzleramt
Zusätzlicher Aufwand, der auch noch kostet
Damit wäre zumindest der erste Teil erledigt. Der Aufwand für die Geschädigten geht jedoch weiter. Sofern die zweite Nummerntafel noch vorhanden ist, muss man diese mit zur Zulassungsstelle nehmen. „Die neuen Kennzeichentafeln sollten innerhalb einer Woche nach Verlust oder Diebstahl beantragt werden“, heißt es seitens des Bundeskanzleramtes.
Für Besitzer kommen obendrein auch ärgerliche Kosten zu. So kostet eine Begutachtungsplakette 2,30 Euro, eine neue Kennzeichentafel, etwa für einen Pkw oder Lkw, 23 Euro.
Saftige Strafe für Diebe, im schlimmsten Fall Haft
Dass es sich bei einem Kennzeichendiebstahl um kein Kavaliersdelikt handelt, liegt auf der Hand. Laut Strafgesetzbuch ist das Stehlen einer Nummerntafel nicht als Diebstahl, sondern sogar als Urkundenunterdrückung zu bewerten.
Kommt man einem Täter auf die Schliche, droht eine Geldstrafe von bis zu 720 Tagessätzen oder im schlimmsten Fall eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr. Im Fall der gestohlenen Tafeln in Lienz dürften die Täter wohl tief in die Tasche greifen müssen.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.