Die Bahn gehört zu den umweltfreundlichsten Verkehrsmitteln und wird im Kampf gegen den Klimawandel zunehmend gefördert und ausgebaut. Der intensivere Schienenverkehr verursacht allerdings auch erhöhte Lärmemissionen. Die Fachhochschule Technikum Wien (FHTW) und das Unternehmen psiacoustic wollen daher nun ein auf künstlicher Intelligenz basierendes System entwickeln, das besonders laute Waggons durch akustische Messsignale identifizieren soll.
Das KI-System des Projekts „ADSiM“ - Automatische Detektion von Störeinflüssen im Monitoring von Bahnlärm unter Anwendung von KI - soll Waggons ausgehend von Abnützungen, Brems- und Kurvengeräuschen bewerten. „Dafür wird eine künstliche Intelligenz entwickelt, welche akustische Effekte vollautomatisch der genauen Achse des Zugs zuordnet, wenn dieser eine Messstation passiert“, erklärt Matthias Blaickner von der FHTW.
So könnten geräuschvolle Wagen sofort identifiziert und ausgetauscht werden. Außerdem ermögliche die kontinuierliche, KI-basierte Auswertung der Messsignale eine vorausschauende Instandhaltung der Messstellen selbst.
Start des Forschungsprojekts ist im Herbst. Die Projektpartner versprechen sich aus den Ergebnissen interessante, neue Erkenntnisse auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz und deren Anwendungen im Spannungsfeld zwischen Mobilität und Nachhaltigkeit.
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