Großalarm am Montagabend im Tourismusort Seefeld in Tirol: Kurz nach der Wintersaison stand das bekannte Hotel „Klosterbräu“ mitten im Ortszentrum plötzlich in Flammen. Die Einsatzkräfte kämpften das Inferno an. Auch die angrenzende Kirche dürfte nicht unbeschadet geblieben sein. Am Abend wurde für die Region dann auch ein AT-Alert ausgelöst!
Um 19.11 Uhr ging der dramatische Alarm bei der Leitstelle Tirol ein. „Brand Gastronomie Dachgeschoß“ lautete die Meldung. Dichter schwarzer Rauch stand am Abend über dem Ort, auch die Flammen waren weithin zu sehen.
Feuerwehren aus ganzer Region rückten an
Zahlreiche Feuerwehren – auch aus umliegenden Orten – rasten zum Brandort. Die Seefelder Florianis wurden zunächst von den Kameraden aus Reith, Telfs, Flaurling, Zirl und Leutasch unterstützt. Weitere folgten später noch. „Wir sind mit neun Streifen vor Ort“, hieß es zudem von der Polizei.
Flämmarbeiten als mögliche Ursache?
Betroffen vom Feuer war ein Teil des Daches, die dortigen Flämmarbeiten im Zuge einer geplanten Aufstockung könnten mit dem Feuer in Zusammenhang stehen, lautete die erste Information.
Helfer begannen damit, wertvolles Inventar aus der direkt angebauten Kirche zu retten, die ebenfalls von den Flammen bedroht war. Unter anderem dürfte die Orgel beschädigt worden sein. „Weil der Brand auf die angrenzende Kirche überzugreifen drohte, wurde diese vorsorglich evakuiert“, berichtete die Polizei.
Die Einsatzkräfte sprachen von bis zu 30 Meter hohen Flammen, die bis zu 700 Grad erreicht haben sollen.
Am Abend teilt die Polizei mit, dass es zwei Verletzte gegeben habe – Verdacht auf Rauchgasvergiftung. Sie wurden von den anwesenden Rettungskräften sofort vor Ort erstversorgt.
AT-Alert ausgelöst
Ein Hoffnungsschimmer: Während die Flammen zunächst meterhoch loderten, gelang den Feuerwehren bald deren Eindämmung. Eine Entwarnung konnte aber drei Stunden nach Ausbruch, gegen 22 Uhr, noch nicht gegeben werden. „Immer wieder flammt der Brand irgendwo auf,“ sagte Bürgermeisterin Andrea Neuner am Abend.
Wind ist aufgekommen und die Rauchentwicklung ist intensiv.

Elmar Rizzoli, Krisen- und Katastrophenmanagement in Tirol
Bild: Christof Birbaumer
Einsatz zog sich in die Nacht hinein
Vor Ort ist auch Elmar Rizzoli, Leiter des Krisen- und Katastrophenmanagements in Tirol, der die örtliche Einsatzleitung unterstützt. „Wind ist aufgekommen und die Rauchentwicklung ist intensiv“, beschrieb er die Lage. Die Löscharbeiten seien daher sehr schwierig, auch wegen der zahlreichen Zwischenräume im Bereich des Daches – ein echter Knochenjob.“ Die betroffene Kirche konnte von den Einsatzkräften nicht betreten, zu unklar ist der statische Zustand.
Zwei benachbarte Hotels – Post und Lamm – mit insgesamt 160 Personen mussten evakuiert werden. Die Personen wurden zunächst bei der WM-Halle gesammelt und werden dann auf andere Quartiere verteilt.
Bewohner sollten Fenster, Türen und Dachluken geschlossen halten. Dazu erging auch ein sogenannter AT-Alert der Behörden. Menschen sollten zudem das Ortszentrum meiden und Klima- und Lüftungsanlagen ausschalten.
Hotel ist luxuriöses 5-Sterne-Haus
Das Hotel Klosterbräu in Seefeld ist ein bekanntes 5-Sterne-Resort, das sich mitten im Ortszentrum in einem früheren Augustinerkloster aus dem 16. Jahrhundert befindet. Der Schaden an den historischen Gemäuern dürfte groß sein. Am späten Abend waren die Löscharbeiten noch im Gange.
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