29.06.2022 15:01 |

Wollen Daten statt Job

Spione buhlen mit Deepfakes um Homeoffice-Posten

Cyberkriminelle und Spione nutzen auf der Jagd nach wertvollen Daten und Industriegeheimnissen eine neue Masche: Wie die US-Bundespolizei FBI warnt, bewerben sie sich bei IT-Firmen um Homeoffice-Jobs und täuschen Personaler beim Online-Bewerbungsgespräch mit Deepfake-Videos. Ihr Ziel ist, Zugriff auf die wertvollen Firmendatenbanken zu erhalten.

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Laut der am Dienstag veröffentlichten FBI-Warnung werden auch gestohlene Identitäten genutzt: Damit stellen die Kriminellen sicher, dass bei einem Background-Check des Bewerbers kein Verdacht geschöpft und die Bewerbung einer echten Person zugeschrieben wird.

Mit ihren Fake-Bewerbungen haben es die Cyberkriminellen auf in Heimarbeit ausführbare Stellen bei namhaften IT-Unternehmen abgesehen - etwa als Software-Entwickler oder in anderen „Funktionen, die mit Datenbanken und Software in Zusammenhang stehen“, so das FBI.

Es geht um Daten, nicht um den Job
Den „Bewerbern“ gehe es freilich nicht um einen Arbeitsplatz. Vielmehr hätten sie es auf die Daten abgesehen, auf die sie in der erhofften Funktion Zugriff hätten. Dabei handle es sich etwa um Kundendaten, Finanzinformationen, Firmendatenbanken und Geschäftsgeheimnisse. Die Daten können zu Geld gemacht oder Gegenstand von Erpressungsversuchen werden.

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In diesen Interviews stimmen die Aktionen und Lippenbewegungen der vor der Kamera zu sehenden Person nicht vollständig mit dem Ton der sprechenden Person überein.

FBI-Tipp zur Deepfake-Erkennung

Um Deepfakes zu erkennen, sollte man auf Hinweise achten. „In diesen Interviews stimmen die Aktionen und Lippenbewegungen der vor der Kamera zu sehenden Person nicht vollständig mit dem Ton der sprechenden Person überein. Manchmal werden Aktivitäten wie Husten oder Niesen nicht mit dem abgestimmt, was visuell dargestellt wird“, so das FBI.

Namhafte IT-Unternehmen erhalten immer wieder dubiose Bewertungen: Erst im Mai warnte das FBI laut dem IT-Portal „The Register“ vor nordkoreanischen Geheimdienstlern, die sich im Ausland bei IT-Unternehmen bewerben, um im Fall einer Beschäftigung Daten absaugen zu können.

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