Da reisten dieser Tage also Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker und sein Wirtschaftsminister samt einer großen Delegation nach Indien. Auf der Suche nach neuen Freunden, wie es hieß, und natürlich nach lukrativen Wirtschaftskontakten.
EINERSEITS ist es in Zeiten, in denen bisherige Verbindungen, etwa zu den USA, durch neue Beschränkungen, rigide Zölle etc. schwächer werden oder gar unmöglich, sicher sinnvoll, sich in anderen Teilen der Welt umzusehen. Und Indien ist gewiss ein Zukunftsmarkt.
ANDERERSEITS erinnert dieser österreichische Besuch irgendwie an Gullivers Reisen, nämlich an dessen Besuch bei den Riesen. Da kam nämlich der Kanzler unserer kleinen, aber sicherlich feinen 9-Millionen-Republik in das bevölkerungsreichste Land der Erde, in dem nahezu 1,5 Milliarden Menschen leben. Und auch wenn Indiens Premier Modi Christian Stocker mit einem freundlichen „Grüß Gott“ begrüßte, mochten sich manche der indischen Gastgeber gefragt haben, wo denn, um Himmels willen, dieser Zwergenstaat eigentlich liege.
Und was den gemeinsamen Aufruf Modis und Stockers zur Beendigung des Krieges in Iran betrifft, so war das wie das Piepsen einer alpinen Feldmaus neben dem Trompeten eines indischen Elefanten.
Nichtsdestotrotz dürfte der Besuch doch den einen oder anderen Wirtschaftskontakt für heimische Firmen gezeitigt haben. Aber Bruno Kreisky Schuhe als Außenpolitiker dürften für Stocker noch ein wenig zu groß sein.
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