Kontrolle von Routen

Festnahme bei großer Aktion gegen Waffenschmuggel

Tirol
18.04.2026 10:53

Eine bundesweite Schwerpunktaktion gegen den illegalen Waffenschmuggel brachten vergangenen Mittwoch auch eine Festnahme in Tirol. Diese führte zu weiteren Hausdurchsuchungen. Dabei wurden mehrere Schusswaffen und NS-Devotionalien entdeckt.

Unter Leitung und Koordination der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) fand vergangenen Mittwoch eine österreichweite Schwerpunktaktion gegen illegalen Waffenschmuggel statt. Dies gab das Innenministerium am Samstag bekannt.

Die Kontrollen fanden entlang von Schmuggelrouten statt. 40 Personen und deren Gepäck wurden kontrolliert. Auch 67 Fahrzeuge wurden durchsucht. Eine Person wurde dabei in Tirol festgenommen.

Die Aktion zur Bekämpfung des internationalen illegalen Waffenhandels und deren Ausbreitung fand gemeinsam mit allen neun Landesämtern Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE) sowie dem Finanzministerium statt.

Festnahme führte zu Waffen, NS-Devotionalien entdeckt
Die Festnahme in Tirol hatte Auswirkungen auf die gesamte Operation: In Tirol gab es drei weitere Hausdurchsuchungen, eine weitere im Burgenland. In Tirol wurden zwei Waffen der Kategorie B sowie zwei Schusswaffen der Kategorie C sichergestellt. Gegen die festgenommene Person wurde ein vorläufiges Waffenverbot auferlegt.

Im Burgenland wurden eine Schusswaffe der Kategorie B sowie mehrere NS-Devotionalien entdeckt. Unterstützung erhielt der Verfassungsschutz durch die Einsatzkräfte der Bereitschaftseinheit, der Diensthundeeinheit und einem sprengstoffkundigen Organ.

Zitat Icon

Der Verfassungsschutz und die Zollbehörden haben in enger Kooperation einen wichtigen Präventivschlag gegen den international agierenden Waffenhandel geführt.

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP)

Gefälschte Glock-Pistolen im Umlauf
Schon in den vergangenen Jahren kam es laut dem Innenministerium europaweit immer wieder zu Sicherstellungen von gefälschten Glock-Pistolen. Diese wurden über internationale Schmuggelrouten nach Europa gebracht. Zugleich bestehe ein weiteres Schmuggelnetzwerk über die Balkanroute.

Der koordinierte Joint Action Day habe deshalb zum Ziel, illegale Handelsströme zu identifizieren, zu unterbrechen und illegale Waffenhändlerinnen und -händler zu verfolgen.

„Der Verfassungsschutz und die Zollbehörden haben in enger Kooperation einen wichtigen Präventivschlag gegen den international agierenden Waffenhandel geführt. Das Ziel dabei ist klar: Österreich für die organisierte Kriminalität unattraktiv machen“, sagte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP). „Das Zollamt Österreich leistet einen wesentlichen Beitrag, Schmuggelrouten früh zu erkennen und mit gezielten Kontrollen illegale Machenschaften aufzudecken“, erklärte Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ). Die Aktion zeige auf, wie „wichtig ein professioneller Verfassungsschutz für unseren Rechtsstaat und im Kampf gegen Extremismus und organisierte Kriminalität ist“, sagte Staatsschutz-Staatssekretär Jörg Leichtfried (SPÖ).

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

Tirol

krone.tv

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung