Die Grazer Eishockey-Cracks lieferten am Freitag die nächste Machtdemonstration ab! Im zweiten Finalspiel der Best-of-7-Serie schossen sie Pustertal auswärts mit 5:1 vom Eis und krallten sich die 2:0-Führung in der Serie. Ein bärenstarker Goalie, einer sehr solide Defensive sowie gnadenlose Effizienz im Angriff waren der Trumpf.
Schon zu Beginn des letzten Drittels waren auf der einen Seite der Intercable Arena in Bruneck vereinzelt Pfiffe von den heimischen, heißblütigen 2900 Südtiroler Fans zu hören. Während auf der anderen Seite die rund 200 mitgereisten Grazer Fans ihre Eishockey-Cracks auf dem Eis feierten. Denn zu diesem Zeitpunkt lagen die 99ers im zweiten Finalspiel gegen Pustertal bereits mit 4:0 vorne. Am Ende stand ein 5:1 auf der Anzeigetafel. Rasch leerte sich nach der Schlusssirene die Halle. Lediglich die Steirer machten noch länger Party.
Verdanken durften sie es zu einem großen Teil Goalie Nico Wieser. Der ja eigentlich Ersatz von Max Lagace ist, zurzeit aber in Hochform agiert. Nur einen der 31 Schüsse musste er passieren lassen, zuvor bewahrte er seine Kollegen aber mehrmals, teilweise spektakulär, vor einem Gegentreffer. „Zum Glück hat uns ´Wies´ im Spiel gehalten, das war eine unglaubliche Partie von ihm“, meinte Topscorer Lukas Haudum angesprochen auf seinen Schlussmann, der mit 96,63 Prozent Fangquote aktuell Ligaspitze ist.
Selbst verbuchte der Stürmer zwei Assists, hält nun in den bisherigen zehn Play-off-Partien bei 19 Punkten – fünf Tore und satte 14 Assists. „Sch...egal, die Hauptsache ist, dass wir gewonnen haben“, grinste der 28-Jährige. „Es ist richtig geil gerade, ein Teil dieser Mannschaft zu sein. Wir haben aber bei den drei Alutreffern sicher auch das Glück des Tüchtigen gehabt. Es war nicht unsere beste Partie, trotzdem haben wir es gut gemanagt.“
Defensiv sehr solide, ein bärenstarker Goalie und im Angriff eiskalt. Da waren sich nach dem Spiel ziemlich alle einig. „In Momenten, in denen es hätte kippen können, haben wir immer zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht“, bilanzierte Haudum die aus seiner Sicht durchwachsene Partie. „Wir waren teilweise ein bisschen patschert, haben vielleicht nicht so einfach gespielt, wie man es sollte, wenn es nicht so rund läuft.“ Und trotzdem fuhren die 99ers als 5:1-Sieger vom Eis, bauten die Finalserienführung auf 2:0 aus. Schon am Sonntag (16.30) könnten sie sich mit einem Heimsieg drei Matchpucks auf den ersten Titel der Vereinsgeschichte erspielen.
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